gut bezahlte Stellung in einer Maschinenfabrik finden ließen und wir in zufriedenen ja glücklichen Verhältnissen lebten Unser Glück steigerte sich als uns nach Verlauf eines Jahres unsere Jane dieses arme schwächliche Kind hier geboren wurde ja Philipp fühlte sich in ihrem Besitze selig und beneidete keinen Menschen mochte er noch so reich so frei und unabhängig gestellt sein Nach kaum Jahren indessen sollten die heiteren und sonnigen Zeiten unseres Lebens vorüber sein und düstere verderbendrohende Wolken unseren Himmel verfinstern Bei einem Feuer das in der Nachbarschaft der Fabrik ausbrach in welcher mein Gatte angestellt war und das diese in seiner Gewalt mit zu erfassen und zu vernichten drohte griff Philipp ohne daß er dazu verpflichtet gewesen wäre auf das Unerschrockenste und Furchtloseste mit ein so daß seiner angestrengten Thätigkeit und seinen umsichtigen Maßnahmen kein weiteres Gebäude als das vom Brande selbst ergriffene den Flammen zum Opfer fiel Er wurde von allen Seiten mit den wärmsten Lobsprüchen überhäuft er fand die ehrenvollsten öffentlichen Anerkennungen aber er hatte jedenfalls seine Kräfte überschätzt hatte seinem Körper und seiner Gesundheit mehr aufgebürdet als sie zu tragen und auszuhalten im Stande waren kurz er fing einige Wochen nach diesem Unglücksfalle an zu kränkeln sich unbehaglich zu fühlen und konnte nur mit sichtlicher Anstrengung seinen Berufsgeschäften noch nachgehen obwohl er solches sich nicht merken lassen wollte es entschieden in Abrede stellte und meine oft ausgesprochenen Bedenken und Bitten sich zu schonen zu entwaffnen verstand Zu meinem Entsetzen verfielen seine körperlichen Kräfte immer mehr und wollte ich ihn nicht mißmutig machen oder gar erzürnen so durfte ich nicht einmal meine Wahrnehmungen äußern Endlich konnte er sich nicht länger aufrecht erhalten und mußte auf seinem Lager gebannt bleiben es sollte ihm nicht vergönnt sein dasselbe wieder zu verlassen länger als sechs Monate schwebte er zwischen Leben und Sterben bis endlich ein sanfter Tod ihn von seinen unsäglichen aber nie laut ausgesprochenen Leiden erlöste Meinen Schmerz bei seinem Hinscheiden will ich Dir nicht zu schildern suchen wenn ich in seinem Aussprechen auch eine Art von Trost darin zu erblicken vermag er hatte alle Vorsorge für mich getroffen damit ich ruhig in die Zukunft blicken konnte Sein Bruder Arthur der in Bedford ansässig war sollte mich in seinem Hause aufnehmen und für mich und meine Jane sorgen wofür ihm Philipps Ersparnisse die in 50 Pfund Sterling bestanden zur Verfügung gestellt wurden Arthur willigte ein uns aufzunehmen wenn seines Bruders letzte Stunde gekommen sein sollte Als nun das für mich so entsetzliche Ereigniß eingetreten war hätte ich Dir lieber Bruder Mitteilung von meinem Zustande machen sollen ohne Deine Hülfe wie ich meinen Gatten hatte geloben müssen in Anspruch zu nehmen aber Schmerz Kümmernis und bange Sorge mögen mich zu sehr darniedergedrückt haben ich übersah es im geeigneten Augenblicke und schämte mich es späterhin nachzuholen bis es mir in der That zu einer reinen Unmöglichkeit wurde Anna hielt erschöpft inne und mußte neue Kräfte sammeln Und hast Du denn Deinen Schwager der ja auch ein tüchtiger und rechtschaffener Mensch ist nicht aufgesucht