Ihnen dankbar dafür aber meinen Beobachtungen ist sein wahrer Charakter nicht verborgen geblieben ich kenne ihn genau Wie sich jetzt nun die Thüre öffnete und Jane 's zarte Gestalt auf der Schwelle erschien wie sie mit fliegenden Schritte an Reed 's Bette eilte seine heiße Hand mit zärtlichen Küssen bedeckte und nun in die Worte ausbrach Onkel Reed mein guter armer Onkel Reed Da leuchteten des Kranken Züge hell auf und seine Lippen entströmten wahrhaft freudig die Worte Hören Sie Doktor in diesen Worten liegt Seele liegt eine ganze Welt voll Gemüt Meine liebe Jane warum hast Du Deinen kranken Onkel so lange allein gelassen Warum bist Du nicht eher schon zu mir gekommen und hast mir Zuspruch und Trost in meinem Leiden gebracht Hast Du Dich gefürchtet Jane Wie kannst Du das von Deiner Jane glauben Onkel entgegnete das Mädchen mit schmerzlich zuckenden Lippen Man sagte mir mein Anblick und mein Geplauder störten Dich Das ist nicht wahr Jane sprach Reed mild Du sollst zu mir kommen und bei mir bleiben so oft und so lange Du willst es wird Dich für die Folge Niemand daran hindern dürfen So werde ich nur von Deinem Lager gehen wenn Du schläfst und wenn die Nacht hereinbricht und wenn Tante Reed es mir erlaubt antwortete Jane freundlich Hat Tante Reed es Dir verboten fragte der Kranke verwundert Verboten Nein lautete die Antwort aber sie hat mir gesagt ich störte Dich und da durfte ich doch nicht zu Dir kommen und ob es mein Herz gebrochen hätte Jane 's unaufhörliches Geplauder warf Mistreß Reed ein die mit der Kleinen wieder in das Zimmer getreten war würde Dir lästig fallen glaubte ich und Doktor Fowler hatte mir größte Ruhe für Dich zur ersten und unerläßlichen Pflicht gemacht Ihnen aber nicht empfohlen Mistreß eine Person von Ihrem Patienten fern zu halten nach welcher sein Herz verlangen und die ihm Trost bringen würde Waren zu Reed 's Trost nicht ich und unsere Kinder anwesend fragte Sarah stolz Brechen wir dieses unerquickliche Gespräch ab bat Mister Reed und drückte Jane 's Hand zärtlich in der seinigen während er mit einem trüben Blicke zu seiner Gattin hinüberschaute Daß Jane in seinem Hause nicht geliebt wurde war ihm längst klar geworden aber in dem Herzen seiner Frau Haß gegen die eigene Nichte zu entdecken hatte er doch nicht geglaubt und leider war derselbe zu seinem Schmerze schon zu tief gewurzelt Jane bemerkte wie ihr Onkel sich traurigen Gedanken überließ diese wollte sie so schwer es ihr auch wurde unter allen Umständen verscheuchen und teilnehmend fragte sie Was bekümmert Dich mein lieber Onkel Schweres recht Schweres gute Jane antwortete Reed leise Du darfst Dich nicht so traurigen Gedanken überlassen sprach Jane weiter Du mußt Dir ausdenken wie schön es ist wenn Du wieder auf die Jagd gehen im Schlitten fahren und wieder ausreiten kannst ins Feld zu Deinen Arbeitern und Arbeiterinnen Glaubst Du daß ich das bald wieder werde thuen können fragte Reed wehmütig Gewiß wenn Du nicht so traurig