gewesen zu sein denn die Erklärung des Arztes lautete nachdem er Mister Reed sorgfältig untersucht hatte sehr beruhigend denn er durfte sein Lager verlassen und konnte seinen gewöhnlichen Beschäftigungen ungehindert nachgehen Hocherfreut über diese günstige und unerwartete Auskunft verlachte Jane ihre unnütze Angst selbst und gelobte sich fest sich nie wieder vom Schrecken so sehr hinreißen zu lassen sondern stets bei ruhiger Besinnung zu bleiben möge auch kommen was da wolle Acht Tage waren vergangen Georgine war wieder in ihre Pension zurückgekehrt da sollte es sich zu Aller Entsetzen zeigen daß selbst erfahrene und zuverlässige Ärzte sich vollständig über den Zustand eines Patienten täuschen können Mister Reed kehrte Nachmittag von einem längeren Ausritt zurück und fühlte sich unbehaglich er kämpfte lange mit sich ehe er den Bitten und Vorstellungen seiner Gattin nachgab sich zu schonen und zur Ruhe zu legen jedoch ein flehender Blick aus Jane 's dunklem Augenpaar bestimmte ihn zum Nachgeben und es war bereits die höchste Zeit das Lager zu suchen ein starker Blutstrom drang aus seinem Munde und raubte ihm für einige Augenblicke die Besinnung aber seine kräftige und in vollster Manneskraft stehende Körperkonstitution bezwang diese ihn plötzlich so überwältigende Schwäche rasch wieder und ließ ihn weniger krank erscheinen als er wirklich war Der Blutsturz schien ihm wirklich Erleichterung gebracht zu haben er fühlte sich freier wohler und alle Unbehaglichkeit war verschwunden so daß er sogar verhindern wollte den Rat und die Hilfe des Arztes für sich in Anspruch zu nehmen Mistreß Reed achtete indessen nicht auf ihres Gatten Widerspruch und sandte im Geheimen nach Mister Fowler mit der Bitte sich so rasch wie möglich bei ihr einzufinden aber nur ihrem Gatten gegenüber unter dem Vorgeben daß sein Besuch ein rein zufälliger sei Reed ließ sich durch Fowler 's unbefangene Miene sowie durch den Umstand daß er sich nicht nach seinem Befinden erkundige richtig täuschen und unterhielt sich in unbefangener und scherzender Weise wohl länger als eine Stunde mit ihm Plötzlich wechselte er aber zum Schrecken seiner Umgebung die Gesichtsfarbe so wie wenn jeder Blutstropfen aus seinem Gesichte gewichen wäre ein stärkeres Unwohlsein überfiel den so starken Mann ein erneuter und heftigerer Blutstrom drang aus seinem Munde und eine mehrere Minuten anhaltende Ohnmacht überfiel ihn Mister Fowler griff jetzt rasch und entschlossen ein und brachte den schwer krank gewordenen Mann mit seiner Gattin Hilfe auf sein Lager Um des Himmels willen Doktor flüsterte Mistreß Sarah ist mein Gatte gefährlich krank Noch will ich nicht hoffen gab der Arzt zögernd zur Antwort Es ist doch nicht schon der zweite Blutsturz den Mister Reed heute zu bestehen gehabt hat Mistreß Freilich ist es der zweite nach dem ersten schon ließ ich Sie rufen Doktor o mein Gott was werde ich erleben müssen Mein Gatte ist kränker als wir alle denken Beruhigen Sie sich Mistreß erwiderte Mister Fowler ernst Leider habe ich mich vor acht Tagen über Mister Reed 's Zustand getäuscht und ihm keine Schonung auferlegt aber es geschah nach meiner besten Überzeugung nach meinen bisherigen Erfahrungen Kein