darum muß ich Dich in alle Ewigkeit hassen darum können wir Beide nicht zusammen leben nicht zusammen eine Luft atmen unter einem Dache wohnen Jane Eyre höre es und freue Dich die reiche Mistreß Reed ist arm sehr arm geworden O mein Gott wie ist dies möglich gewesen Mistreß Reed Mein lieber John brauchte zu seiner Ausbildung zu seiner Carriere viel sehr viel Geld ich verkaufte Gateshead ich wohnte auf Clarenshause bei Georgine John brauchte Alles und ich besize nichts mehr und John braucht jetzt noch Geld O John ist ein schlechter Sohn ein schlechter Bruder Er ist mein lieber Sohn man hat in London viel Geld zum Leben nötig ich gab ihm Alles ich konnte ihn doch nicht darben lassen Auf Georgine steht nun noch meine letzte Hoffnung Ihr Gatte starb und hinterließ ihr nur ein kleines Vermögen das täglich mehr und mehr schwindet Zu unserem Glück lernten wir vor wenigen Wochen Lord Rochester kennen der Georginen lebhaft auszeichnete und sie demnächst heiraten wird Ich werde dann hier wohnen und da kannst und darfst Du nicht hier bleiben Gleich im ersten Augenblick unseres jetzigen Zusammentreffens sah ich ein daß meines Bleibens auf Thornfield nicht lange sein würde aber daß wiederum Sie es sind Mistreß Reed welche mich aus diesem gefundenen Daheim vertreibt daß die acht von mir in Lowood verlebten Jahre Ihren Groll und Haß noch nicht getilgt haben daß Sie es sind welche mich jetzt zum zweiten Male als arme Waise hilflos in die fremde Welt stößt das ist hart das ist ein Schicksal das ich nicht verdient zu haben glaube Du bist nicht arm nicht hilflos bist reicher als ich sobald Du nur willst Was sagen Sie Mistreß Reeb Während Mistreß Reed ihre Kräfte sammelte zu der jetzt folgenden Mitteilung und Jane gespannt lauschte was sie erfahren würde öffnete sich geräuschlos eine Seitenthüre in welcher Lord Rochester erschien und verwundert stehen blieb ohne nur eine Silbe zu äußern Man hatte ihn nicht bemerkt und so zog er sich auch unbemerkt zurück ohne aber seinen Standpunkt aufzugeben vielmehr wollte er Zeuge dieser Unterredung sein Du warst schon zwei Jahre in Lowood begann Mistreß Reed mühsam da langte eines Tages ein Brief an meinen verstorbenen Gatten aus Madeira an ich öffnete denselben er war von Tybald Eyre Deines Vaters Bruder und unter meines Gatten Namen an Deine Mutter oder Dich gerichtet er schrieb darin daß er seiner Zeit Eure Ankunft nicht habe erwarten können sondern eine größere Reise habe antreten müssen auf welcher er in Gefangenschaft geraten sei und in dieser mehrere Jahre hindurch geschmachtet habe Er sei zunächst unbesorgt um Euer Schicksal gewesen da er Euch in den Händen seiner rechtschaffenen Haushälterin gut aufgehoben gewußt habe Als er aber in Freiheit gekommen sei und an die Adresse seiner Haushälterin geschrieben habe sei er ohne Nachricht geblieben und auf eine Anfrage bei der Ortsbehörde habe er die Nachricht ihres Todes erhalten Jetzt nun wende er sich an meinen Gatten seinen Schwager ob dieser ihm vielleicht Auskunft über das Verbleiben