dir Jane Ach ich sehnte mich nach dir mit Seele und Leib Ich fragte Gott in meiner Qual ob ich noch nicht lange genug gelitten hätte und ob ich nicht bald wieder einmal Wonne und Frieden schmecken dürfte Daß ich alles verdiente was ich erduldet erkannte ich an daß ich kaum noch mehr dulden könne sprach ich in meinem Gebete aus und das Alpha und Omega der Wünsche meines Herzens entschwand unwillkürlich meinen Lippen in den Worten Jane Jane Jane Hast du diese Worte laut gesprochen Ja Jane Hätte irgend jemand mich gehört so würde er mich für toll gehalten haben mit so wahnsinniger Energie sprach ich sie aus Und es war in der Nacht vom vergangenen Montag zum Dienstag etwa um Mitternacht Ja aber die Zeit tut nichts zur Sache was folgt ist das Merkwürdigste Du wirst mich für abergläubisch halten dessen ungeachtet ist es wahr daß ich das was ich jetzt erzählen werde wirklich hörte Als ich ausrief Jane Jane Jane antwortete eine Stimme ich vermag nicht zu sagen woher sie kam Ich komme warte auf mich und einen Augenblick darauf kamen auf dem Winde die geflüsterten Worte daher Wo bist du Diese Worte schienen zwischen Bergen gesprochen zu sein denn ich hörte ein von Hügel zu Hügel fortgepflanztes Echo sich wiederholen während doch dieses Haus in einer Ebene und nur zwischen Wäldern liegt wo jeder Laut sofort ohne Wiederhall erstickt Ich hatte daher die Empfindung als ob ich mit meiner Jane in irgend einer wilden Gebirgsgegend zusammenträfe Geistig wenigstens müssen wir uns auch vereint haben Um jene Stunde lagst du wahrscheinlich im Schlafe wo du nichts von dir wußtest Jane Vielleicht verließ deine Seele ihre Behausung um die meine zu trösten denn diese Worte kamen von dir so wahr ich lebe sie kamen von dir Begreifst du nun warum ich dich als du in der vergangenen Nacht so plötzlich vor mich hintratst für eine Stimme und Erscheinung aus der Geisterwelt gehalten habe Achtunddreissigstes Kapitel Schluß Wir feierten unsere Trauung in aller Stille er und ich sowie der Pfarrer und der Küster waren allein anwesend Als wir von der Kirche heimkamen ging ich in die Küche hinab wo Marie das Mittagsmahl bereitete und John die Messer reinigte und sagte Marie ich bin diesen Morgen mit Herrn Rochester getraut worden Die Haushälterin und ihr Mann gehörten beide zu jener verständigen phlegmatischen Klasse von Leuten denen man zu jeder Zeit eine merkwürdige Nachricht mitteilen kann ohne Gefahr zu laufen daß sie die Ohren der Leute durch irgend einen schrillen Ausruf gellen machen und sie darauf durch einen Schwall von Worten die ihr Erstaunen ausdrücken sollen betäuben Marie blickte auf und sah mich starr an der Löffel mit dem sie ein Paar Hühner die am Feuer brieten beträufelte schwebte wohl drei Minuten untätig in der Luft und während desselben Zeitraums hatten auch Johns Messer Ruhe Marie aber sagte während sie sich wieder über die bratenden Hühner neigte bloß folgende Worte So was Na ja Ich wußte ja Marie daß es so