wie in ein Asyl Ich hatte die Lichter angezündet um die Treppe hinauf zugehen aber Diana hatte zuvor noch gastfreundliche An weisungen hinsichtlich des Fuhrmanns zu geben Sodann folgten wir beide Sie waren entzückt über die neue Einrichtung ihrer Zimmer und ich hatte die Freude zu fühlen daß meine Anord nungen ihren Wünschen genau entsprachen und daß was ich getan ihrer freudigen Rückkehr nach Hause einen neuen Reiz verlieh Süß war dieser Abend Meine Eousinen voll Heiterkeit waren in ihren Erzählungen und Bemerkungen so beredt daß ihre mit geläufiger Zunge gesprochenen Worte St Johns Schweigsamkeit unbemerkt ließen Dianas und Maries Wieder kehr machte ihm wohl Freude aber was dies Ereignis be gleitete der frohe Tumult die geschwähzige Munterkeit des Empfangs ärgerte ihn ichsah er wünschte den ruhigen Morgen herbei Gerade als diese nächtliche Freude ihren Höhepunkt er reicht hatte etwa eine Stunde nachdem Tee hörte man ein Klopfen an der Tür Hannah kam herein mit der Nachricht ein armer Bursche sei zu dieser ungelegenen Zeit gekommen um Herrn Rivers zu seiner den Armen des Todes entgegeneilenden Mutter zu holen Wo wohnt sie Hannah Bei Whitcroß Brow über eine Stunde Wegs von hier Sage ihm ich merde kommen Der Herr Pfarrer würden doch besser daran tun wenn sie nicht gingen Es ist der schlimmste Weg zum Gehen den man sich denken kann sobald es dunkel ist über den ganzen Sumpf führt kein Fußweg Und dann ist die Nacht auch so bitter kalt und der Wind so scharf Der Herr Pfarrer täten besser wenn sie sagen ließen daß sie morgen früh kommen werden Aber schon stand er im Korridor und legte seinen Mantel um und ohne eine Einwendung ohne Murren ging er fort Es war neun Uhr und er kam nicht vor Mitternacht zurück Er war halb erfroren und sehr müde doch sah er froher aus als beim Weggehen denn er hatte einen Akt der Pflicht erfüllt eine Anstrengung gemacht seine eigene Kraft in der Selbstverleugnung erprobt und war nun mit sich zufrieden Ich fürchte die ganze folgende Woche stellte seine Geduld auf eine noch härtere Probe Es war die Christwoche und wir beschäftigten uns daher nicht regelmäßig und mit keinem bestimmten Gegenstand sondern brachten sie mit lauter häuslichen Zerstreuungen hin Die neue Freiheit die Morgenröte des Glückes wirkten auf Dianas und Maries Lebensgeister wie ein wohltuendes Elixir sie waren stets guter Dinge und ihre Reden hatten da sie witzig und originell waren für mich einen solchen Zauber daß ich ihnen zu gern zuhörte und daran teil nahm St John tadelte unsere Lebhaftigkeit nicht aber er entzog sich ihr Er war selten zu Hause seine Gemeinde war groß die Bevölkerung zerstreut und so fand er täglich zu tun wenn er die Kranken und Armen in den verschiedenen Distrikten aufsuchen wollte Eines Morgens fragte ihn beim Frühstück Diana nachdem sie einige Minuten etwas nachdenklich ausgesehen ob seine Pläne noch unverändert seien Unverändert und unveränderlich war die Antwort Zugleich teilte er uns mit daß seine Abreise jetzt definitiv festgesetzt wäre und im folgenden Jahre