für das fehlende Vermögen an Es war am fünften November der zugleich ein Vakanztag war Meine kleine Aufwärterin war nachdem sie mir hatte das Haus reinigen helfen fortgegangen sehr zufrieden mit dem Penny den ich ihr als Geschenk für die Mühe gegeben Alles um mich her war sauber der Boden gescheuert der Kaminrost hell geputzt und die Stühle sorgfältig abgerieben Ich hatte mich auch herausgeputzt und den Nachmittag vollkommen frei Eine Stunde lang war ich damit beschäftigt einige Seiten aus dem Deutschen zu übersetzen dann griff ich nach meiner Palette und meinen Pinseln und machte mich an die beruhigendere weit leichtere Arbeit das Portrait Rosamunde Olivers zu vollenden Ich war ganz vertieft in die Ausführung einiger feineren Einzelheiten als nach einem raschen Schlage an meine Tür diese aufging und St John Rivers eintrat Ich komme um zu sehen wie Sie Ihren freien Tag zu bringen sagte er Hoffentlich nicht mit Grübeln Nein das ls ist gut während Sie malen werden Sie sich nicht einsam fühlen Sie sehen ich traue Ihnen immer noch nicht ganz obgleich Sie sich bis jetzt über Erwarten standhaft bewiesen haben Ich habe Ihnen zu Ihrem Abendtroste ein Buch mit gebracht Und er legte ein soeben erschienenes Buch auf den Tisch Ich griff danach und begann es war Scotts Marmion eifrig darin zu lesen Währenddem bückte sich St John um sich meine Zeichnung anzusehen Plötzlich sah ich ihn auffahren und seine hohe Gestalt wieder eine kerzengerade Stellung an nehmen doch sagte er nichts Ich blickte zu ihm auf er aber wich meinem Auge aus Ich wußte seine Gedanken wohl und konnte deutlich in seinem Herzen lesen in dem Augenblicke fühlte ich mich ruhiger und kälter als er ich hatte somit einen augenblicklichen Vorteil über ihn und spürte in mir die Lust ihm womöglich einen guten Dienst zu erweisen Bei all seiner Festigkeit und Selbstbeherrschung dachte ich mutet er sich doch zu viel zu verschließt jedes Gefühl und jeden Schmerz in sich sagt nichts bekennt nichts Ich bin sicher es wütrde ihm nicht schaden wenn ich das Gespräch auf die liebliche Rosamunde die er nicht heiraten zu dürfen glaubt brächte Zuerst sagte ich Nehmen Sie Platz Herr Pfarrer Er aber antwortete wie immer daß er sich nicht aufhalten könne Gut sagte ich bei mir selbst stehen Sie wenn es Ihnen beliebt aber Sie sollen mir jetzt nicht so fortkommen ich habe es beschlossen die Einsamkeit taugt für Sie ebensowenig wie für mich Ich will versuchen ob ich nicht die geheime Sprungfeder Ihres Vertrauens entdecken und eine Oeffnung in dieser mar mornen Brust finden kann durch die sich ein Tropfen von dem Balsam der Sympathie einträufeln läßt Ist das Portrait ähnlich fragte ich ohne weiteres Aehnlich Wem Ich habe es nicht genau angesehen Doch haben Sie es getan Herr Pfarrer Er stutzte als ich ihm so entschieden und so kurz widersprach und blickte mich erstaunt an Sie haben es genau und sorgfältig betrachtet fuhr ich fort aber ich habe nichts dawider wenn Sie es noch einmal ansehen Und ich