angespielt was in meiner Abwesenheit vorgefallen sei Wahrscheinlich hat das nichts zu bedeuten aber dennoch hat es dir Unruhe ver ursacht Lasse es mich hören Hat vielleicht Frau Fairfax etwas gesagt Oder hast du zufällig etwas von der Dienerschaft gehört Dein empfindliches Ehrgefühl ist wohl verletzt worden Nein Eduard Es schlug zwölf Ich wartete bis die silbernen Töne der kleineren Uhr sowie auch die heiseren lauten der großen Uhr verhallt waren und fuhr dann also fort Gestern bin ich den ganzen Tag in meiner unaufhörlichen Geschäftigkeit sehr glücklich gewesen denn es beschleicht mich nicht wie du zu glauben scheinst irgend eine Furcht wegen meiner neuen Sphäre u.s w ich halte es für etwas Herrliches mit dir leben zu dürfen weil ich dich liebe Nicht doch lieber Eduard lasse jetzt deine Liebkosungen und laß mich lieber ungestört reden Gestern war mein ganzes Vertrauen auf die Vorsehung gesetzt und ich glaubte die Ereignisse wirkten zu sammen zu deinem und meinem Besten es war ein schöner Tag wenn du dich noch entsinnst die Ruhe der Luft und des Himmels ließ inbetreff deiner sicherheit oder Bequemlichkeit auf der Reise keine Befürchtungen aufkommen Nach dem Tee ging ich eine Weile auf dem Pflaster auf und ab und dachte an dich da sah ich dich in meiner Phantasie so nahe bei mir daß ich deine wirkliche Gegenwart kaum vermißte Ich dachte an das vor mir liegende Leben an dein Leben ein Da sein ausgedehnter und bewegter als das meinige zu vergleichen etwa mit den Tiefen des Ozeans und einem Bächlein Ich wunderte mich wie nur Morallehrer diese Welt eine öde Wildnis nennen können Für mich blühte sie wie eine Rose Gerade als die Sonne unterging wurde es kühl und der Himmel umwölkt ich ging also ins Haus hinein Sofie rief mich die Treppe hinauf um mein Hochzeitskleid das man eben gebracht anzusehen und darunter in der Schachtel fand ich dein Ge schenk den Schleier den du in deiner fürstlichen Freigebigkeit hast von London kommen lassen Vermutlich hattest du be schlossen mich listigerweise zur Annahme von etwas gleich Kost barem zu bewegen da ich keine Juwelen haben wollte Ich lächelte als ich ihn entfaltete und besann mich darüber wie ich dich wegen deines aristokratischen Geschmacks und deiner Bemühungen deine bürgerliche Braut mit den Attributen einer Pairin zu bekleiden necken könnte Ich dachte darüber nach wie ich dir das viereckige ungestickte Blondenstück das ich selbst zur Bedeckung meines niedriggeborenen Hauptes zugerichtet hatte hinunterbringen und dich fragen würde ob es nicht gut genug für ein Mädchen sei das ihrem Gatten weder Vermögen noch Schönheit noch hohe Verbindungen zubringt Ich sah ganz deutlich wie du aussehen würdest und hörte deine ungestümen republikaniscen Antworten sowie das stolze Wort daß du es nicht nötig hättest deinen Reichtum zu vermehren oder deinen Stand zu erhöhen dadurch daß du entweder ein Vermögen oder eine Adelskrone erheiratest Wie gut hast du da die Gedanken mir vom Gesichte abgelesen du kleine Hexe fiel er ein aber was hast du außer der Stickerei noch in dem Schleier