verschwendet worden daß sie wie zwei zu volle Gläser überfließen haben Sie das nie gemerkt Herr Rochester darf sich ja wohl der Gesellschaft seiner Gäste erfreuen er hat ein Recht dazu Sein Recht kann nicht in Frage stehen aber haben Sie nie bemerkt daß bei dem Hofmachen dem Herrn Rochester stets am beharrlichsten und lebhaftesten zugesetzt wurde Die Neugierde des Zuhörers setzt die Zunge des Erzähler in rascheren Gang Ich sagte dies mehr zu mir selbst als zu der Zigeunerin deren seltsame Worte Stimme und Art mich allmählich in eine Art Traum versetzt hatten Ein unerwarteter Ausspruch nach dem andern kam von ihren Lippen bis ich mich in ein starkes Netz verwickelt fand Und ich dachte verwundert welch unsichtbarer Geist wochenlang in der Nähe meines Herzens gesessen es so genau beobachtet jeden Pulsschlag so richtig bemerkt hätte Des Zuhörers wiederholte sie ja Herr Rochester hat Stunden lang da gesessen sein Ohr hingeneigt zu den bezaubernden Lip pen die ein solches Vergnügen fanden an der Aufgabe sich andern mitzuteilen und Herr Rochester war so bereit den ihm gebotenen Zeitvertreib anzunehmen und sah so dankbar dafür aus haben Sie das bemerkt Dankbar Ich kann mich nicht erinnern in seinem Gesichte je Dankbarkeit entdeckt zu haben Entdeckt Sie haben also geprüft nachgedacht Und was haben Sie denn entdeckt wenn nicht Dankbarkeit Ich sagte nichts Sie haben Liebe entdeckt nicht wahr und Sie haben in die Zukunft blickend ihn verheiratet gesehen und seine Gattin glücklich Hm das gerade nicht Eure Hexenschlauheit errät nicht im mer das Richtige Was zum Teufel haben Sie denn gesehen Das ist ja gleichgiltig ich bin hierhergekommen um zu fragen nicht aber um zu beichten Ist es bekannt daß Herr Rochester im Begriff steht sich zu verheiraten Ja und zwar mit dem schönen Fräulein Blanche Ingram Bald Der Schein dürfte einen solchen Schluß rechtfertigen und ohne Zweifel werden sie ein überaus glückliches Paar werden obgleich Sie das in Frage stellen zu wollen scheinen mit einer Kühnheit die bestraft zu werden verdient Er muß eine so schöne edle witzige talentvolle Dame lieben und wahrschein lich liebt auch sie ihn oder wenn auch nicht seine Person so doch seine Börse Ich weiß daß das Vermögen des Herrn Rochester ihr gewaltig gefällt obgleich ich Gott verzeihe es mir ihr vor einer Stunde über diesen Punkt etwas gesagt habe was sie wunderbar ernst gestimmt hat ihre Mundwinkel zogen sich um nicht weniger als einen halben Zoll herab Ich möchte ihrem brünetten Freier raten sich vorzusehen denn wenn ein anderer kommt mit mehr Einkommen so läßt sie ihn ohne weiteres schießen Aber Mutter ich bin nicht hierhergekommen um Herrn Rochesters Schicksal zu hören sondern mein eigenes und noch habt Ihr mir davon gar nichts gesagt Ihr Schicksal ist noch zweifelhaft als ich Ihr Gesicht anschaute da hat ein Zug dem andern widersprochen Der Zufall hält ein reiches Maß Glück für Sie bereit das weiß ich Es ist nun an Ihnen Ihre Hand auszustrecken und es aufzuheben aber ob Sie das tun werden das ist das