üble Laune nicht wahr Luise Nein nie Wir mochten tun was uns nur einfiel ihren Pult und ihr Arbeitskistchen ausplündern und ihre Schubladen und Fächer umkehren Auch war sie so gutmütig sie tat alles was wir nur haben wollten Nun sollen wir denn sagte Fräulein Ingram ihre Lippe sarkastisch kräuselnd einen Auszug aus den Memoiren aller Gouvernanten die je gelebt haben und noch leben bekommen Um eine solche Heimsuchung abzuwenden schlage ich abermals vor daß man zu einem andern Thema übergeht Herr Rochester unterstützen Sie meinen Antrag Gnädiges Fräulein ich unterstütze Sie in diesem Punkte wie in jedem andern So will ich denn die Last auf mich nehmen einen Vorschlag zu machen Signor Odoardo sind Sie diesen Abend bei Stimme Donna Bianca ich bin es wenn Sie es befehlen So lege ich Ihnen denn Signor aus allerhöchster Mact vollkommenheit die Verpflichtung auf Ihre Lunge und Ihre anderen Stimmorgane gehörig instand zu setzen da dieselben in meinem königlichen Dienste nötig sind Wer möchte nicht gern der Rizzio einer so himmlischen Maria sein Zum Henker mit Rizzio rief sie und schüttelte ihren Locken kopf indem sie auf das Klavier zuging Meiner Meinung nach muß der Geiger David ein fader Kerl gewesen sein mir gefällt der schwarze Bothwell besser ich halte nichts von einem Mann der nicht ein klein wenig vom Teufel an sich hat und die Geschichte mag von James Hepburn sagen was sie will aber es will mich bedünken er war gerade so ein wilder grimmiger Banditenführer wie ich einen mit meiner Hand hätte beglücken mögen Meine Herren Sie hören es Wer von Ihnen gleicht nun am meisten Bothwell rief Herr Rochester Ich dächte Ihnen gebührt der Vorzug erwiderte Oberst Dent Bei meiner Ehre ich bin Ihnen sehr verbunden lautete die Antwort Fräulein Blanche die sich nun mit stolzer Anmut an das Klavier gesetzt und ihr weites schneeweißes Kleid ausgebreitet hatte so daß sie wie eine Königin erschien begann ein brillantes Vorspiel in das sie fortwährend hineinplauderte Diesen Abend erschien sie besonders keck und herausfordernd ihre Reden und ihre äußere Erscheinung sollten nicht bloß imponieren sondern auch blendend hinreißen Ach ich bin der jungen Männer wie sie heutzutage sind so überdrüssig rief sie während sie auf dem Instrumente energisch herumtrommelte O die armen winzigen Dinger die keinen Schritt über Papas Parktor hinauswagen und nicht einmal so weit zu gehen sich getrauen ohne die Erlaubnis und Aufsicht der Mama Wesen die so besorgt sind um ihre hübschen Gesichtchen ihre weiße Händchen und ihre Füßchen als ob ein Mann sichüberhaupt um Schönheit zu bekümmern hätte Als ob die Lieblichkeit nicht das spezielle Vorrecht des Weibes wäre Ihre rechtmäßige Mitgift und Erbteil Ich gebe zu ein häßliches Weib ist ein Flecken in dem schönen Gesichte der Schöpfung was aber die Herren betrifft so mögen sie blos danach trachten Stärke und Tapferkeit zu besitzen Ihr Wahl spruch sei Jagen Schießen Fechten Da übrige ist keine taube Nuß wert Wenn ich je heirate fuhr sie nach einer Pause fort die niemand unterbrach so soll mein Gemahl