Dann müssen Sie es durch einen guten Appetit beweisen Wollen Sie den Teetopf füllen während ich meine Nadel abstricke Nachdem sie dies getan erhob sie sich um das Rouleau herunterzulassen Es ist heute abend schönes Wetter bemerkte sie durch die Scheiben blickend wenn es auch nicht sternenhell ist im ganzen hat Herr Rochester einen günstigen Tag zu seiner Reise gehabt Reise Ist denn Herr Rochester verreist Ich wußte gar nicht daß er fort ist O er hat sich gleich nach dem Frühstück auf den Weg gemacht Das Ziel seiner Reise ist Leas Herrn Eshtons Landsitz zehn Meilen auf der andern Seite von Millcote ich glaube es ist dort eine zahlreiche Gesellschaft beisammen Lord Ingram Sir George Lynn Oberst Dent und noch viele andere Erwarten Sie ihn schon diesen Abend zurück Nein und morgen auch nicht wahrscheinlich bleibt er dort eine Woche oder darüber Wenn diese feinen Leute einmal zusammenkommen so sind sie so von Eleganz und Heiterkeit um geben so wohl versehen mit allem was gefallen und unterhalten kann das es sie nicht drängt sich wieder zu trennen Insbesonbere sind bei solchen Gelegenheiten Herren oft sehr gesucht und Herr Rochester hat so viele Talente und ist so lebhaft in Gesellschaft daß er wohl allgemein beliebt ist ganz besonders aber bei den Damen obgleich Sie der Ansicht sein mögen sein Aeußeres sei für ihn in ihren Augen keine Empfehlung Ich glaube seine hohe Bildung und seine natürlichen Gaben vielleicht auch sein Reichtum und seine gute Herkunft verwischen jeden kleinen Fehler seines Aeußern wieder Sind Damen in Leas Frau Eshton und ihre drei Töchter sehr elegante junge Damen Fräulein Blance und Mary Ingram wunderschöne Frauenzimmer wie ich vermute in der Tat habe ich Blanche schon vor sechs oder sieben Jahren gesehen als sie ein achtzehnjähriges Mädchen war Sie kam hierher zu einem Ball und einer Gesellschaft die Herr Rochester zu Weihnachten gab Sie hätten an jenem Tage das Speisezimmer sehen sollen wie reich dekoriert wie prachtvoll erleuchtet es war Ich glaube es waren wohl an die fünfzig Damen und Herren da alle aus den ersten Familien der Grafschaft und Fräulein Ingram wurde für die schönste von allen an jenem Abend erklärt Sie sagen Frau Fairfax Sie hätten sie gesehen wie sah sie aus Ja ich sah sie Die Türen zum Speisesaal standen offen und da es Weihnachten war so durfte die Dienerschaft sich in der Halle versammeln um einige von den Damen singen und spielen zu hören Herr Rochester wollte daß ich hineinginge und so setzte ich mich hin einen stillen Winkel und beobachtete sie Nie habe ich was Schöneres gesehen die Damen waren wundervoll gekleidet die meisten von ihnen wenigstens die meisten von den jüngeren sahen schön aus aber Fräulein Ingram war sicherlich die Königin von allen Beschreiben Sie mir sie doch Sie war groß ihr Oberkörper schön ihre Schultern zierlich abfallend ihr Hals lang graziös ihre Haut olivenfarbig dunkel und klar ihre Züge edel ihre Augen denen des Herrn Rochester sehr ähnlich groß und schwarz und so glänzend wie ihre