Dorf da drüben auf dem Hügel und die Kirche neben der Parkpforte war die seine Die Mutter des jetzigen Mr Rochester war eine Fairfax und meines Mannes Cousine im zweiten Grade aber ich tue mir auf diese Verwandtschaft niemals etwas zugute und erlaube mir deshalb keine Freiheiten ich betrachte mich selbst in dem Lichte einer ganz gewöhnlichen Haushälterin mein Brotherr ist immer höflich und mehr erwarte ich nicht Und das kleine Mädchen meine Schülerin Sie ist Mr Rochesters Mündel er beauftragte mich eine Gouvernante für sie zu suchen Doch da kommt sie mit ihrer Bonne wie sie ihre Wärterin nennt Diese freundliche gütige kleine Witwe war also keine große Dame sondern eine Untergebene wie Jane selbst Aber um so besser für diese Ihre Stellung war deshalb um so viel freier Während Jane noch über diese Entdeckung nachdachte kam ein kleines Mädchen welchem eine Wärterin folgte über den Grasplatz daher gelaufen Jane betrachtete ihre Schülerin welche sie anfangs nicht zu bemerken schien Sie war noch ein Kind vielleicht sieben oder acht Jahre alt zart gebaut blaß mit kleinen Gesichtszügen und einem Überfluß von Haar das in Locken über die Schultern wallte Guten Morgen Miß Adela sagte Mrs Fairfax Kommen Sie her und sprechen Sie mit dieser Dame welche Ihre Lehrerin sein wird damit Sie eines Tages eine gescheite Dame werden Die Kleine kam näher C’est la ma gouvernante ’ fragte sie zu ihrer Wärterin gewendet auf Jane zeigend diese antwortete Mais oui certainement.’ Sind sie Ausländer fragte Jane ganz erstaunt die französische Sprache zu hören Die Wärterin ist eine Ausländerin und Adela wurde auf dem Kontinent geboren ich glaube auch daß sie bis vor sechs Monaten dort verblieb Als sie zuerst herkam konnte sie kein Wort englisch sprechen jetzt hat sie es so weit gebracht ein wenig sprechen zu können doch ich verstehe sie nicht sie vermischt es zu sehr mit dem Französischen aber ich vermute daß Sie sehr gut begreifen werden was sie meint Zum Glück hatte Jane sich einen solchen Grad der Fertigkeit und der Korrektheit in der französischen Sprache angeeignet daß sie sehr wohl imstande war mit der kleinen Adele gleichen Schritt zu halten Als sie hörte daß Jane ihre Gouvernante sei kam sie auf sie zugelaufen und reichte ihr die Hand dann führte Jane sie in das Frühstückszimmer und richtete einige Worte in ihrer Muttersprache an sie im Anfang antwortete das Kind sehr kurz aber nachdem alle am Tische Platz genommen hatten und sie Jane ungefähr zehn Minuten mit ihren großen hellbraunen Augen angesehen hatte begann sie plötzlich ganz geläufig zu plaudern Ach rief sie auf französisch aus Sie sprechen meine Muttersprache ebenso gut wie Mr Rochester ich kann mit Ihnen reden wie mit ihm und Sophie kann es auch Sie wird glücklich sein hier kann niemand die arme Sophie verstehen Madame Fairfax ist durch und durch englisch Sophie ist meine Wärterin sie ist mit mir über das Meer gekommen in einem großen Schiffe mit einem Schornstein der rauchte und wie er rauchte und ich war krank