Fußgänger noch Reiter sind auf diesen Straßen zu sehen Sie alle s sind über das Moor gelegt und das Haidekraut wächst wild und üppig bis an den Grabenrand Sie schritt bald direkt auf die Haide und hielt sich in einem kleinen Durchgang welcher die braune Moorerde tief durchfurchte Sie watete knietief in der dunklen Vegetation folgte all seinen Biegungen und als sie einen moosbewachsenen Granitfelsen in einem verborgenen Winkel fand setzte sie sich Hohe Moordämme umgaben sie die Klippe beschütte ihr Haupt Und über all diesem war der Himmel Es verging einige Zeit bevor sie sich selbst hier sicher fühlte Sie hatte eine unbestimmte Furcht daß wilde Viehherden in der Nähe sein könnten oder daß ein Wilddieb sie entdecken könne Wenn ein Windstoß über die Fläche fortfegte blickte sie erschreckt empor und meinte es könne der ungestüme Anlauf eines Stiers sein wenn ein Regenvogel pfiff so glaubte sie es seien menschliche Laute Mls sie indessen einsah daß ihre Befürchtungen unbegründet seien und die tiefe Stille welche beim Hereinbrechen der Nacht herrschte sie beruhigte da faßte sie Vertrauen Doch was sollte sie jetzt beginnen Wohin sich wenden Wenn ihre müden zitternden Glieder noch einen langen langen Weg zurücklegen mußten bevor sie menschliche Wohnungen erreichen konnte wenn sie das kalte Mitleid in Anspruch nehmen mußte bevor sie eine Unterkunft fand widerstrebende Barmherzigkeit anrufen herzlose Zurückweisungen ertragen ehe überhaupt jemand ihre Not anhören oder ihr irgendwelche Arbeit bieten würde Sie berührte den Haideboden er war trocken und noch warm von der Hitze des Sommertages Sie blickte zum Himmel empor er war klar ein freundlicher Stern funkelte gerade über dem Gipfel der Felsenklippe Der Tau fiel aber glücklicherweise sehr schwach nicht ein Windhauch störte die Ruhe Die Natur schien ihr gut und wohlwollend sie glaubte daß sie die arme Verlassene liebe Heute Nacht wollte sie wenigstens ihr Gast sein Mutter Natur würde ihr ja Obdach gewähren ohne Geld ohne Preis Jane hatte noch einen kleinen Bissen Brot den Rest einer Semmel welche sie in einer Stadt gekauft die sie um die Mittagszeit passiert gekauft mit einem losen Pfennig den sie noch zufällig bei sich gefunden Hier und da sah sie reife Heidelbeeren sie pflückte eine Handvoll davon und aß sie zu dem Brote Ihr zuvor noch nagender Hunger war wenn auch nicht gestillt so doch gemildert durch dieses Einsiedlermahl Zuletzt sagte sie ihr Abendgebet und dann suchte sie ihr Nachtlager Neben der Felsenklippe war das Haidekraut sehr hoch Als sie sich niederlegte waren ihre Füße beinahe darin begraben an beiden Seiten wuchs es so hoch daß es fast über ihr zusammenschlug und dem Hereindringen der Nachtluft nur wenig Raum gewährte Sie legte ihren Schal doppelt zusammen und breitete ihn wie eine Decke über sich eine unmerkbare moosige Erhöhung bildete ihr Kopfpolster So verwahrt spürte sie wenigstens beim Beginn der Nacht keine Kälte Die Nacht war gekommen und ihre Planeten waren aufgegangen eine schöne stille Nacht zu rein und klar als daß man der Furcht hätte Raum geben können Wohl wissen wir daß Gott allgegenwärtig