die äußerste Einsamkeit der beständigen Gegenwart der Diener vor aber Johanna 's beständige Pflege wird eine ununterbrochene Freude für mich sein Johanna ist mir angenehm bin ich ihr auch angenehm Sympathisch bis in die zarteste Fiber meines Ich mein Herr Da die Sache so steht so haben wir auf Nichts in der Welt mehr zu warten Die alte Lebhaftigkeit zeigte sich in seinem Ausdruck und in seinen Worten sein früheres Ungestüm war zurückgekehrt Wir müssen ohne Aufschub eins werden Johanna wir haben nur um die obrigkeitliche Erlaubnis nachzusuchen und dann verheiraten wir uns Herr Rochester soeben bemerke ich daß die Sonne schon längst ihren Höhepunkt überschritten hat und Pilot hat schon den Rückweg angetreten um sein Mittagessen nicht zu versäumen Lassen Sie mich nach Ihrer Uhr sehen Befestige sie an deinem Gürtel Hannchen und behalte sie von jetzt an ich bedarf ihrer nicht Es ist beinahe vier Uhr Nachmittags Herr fühlen Sie keinen Hunger Der dritte Tag von heute an muß unser Hochzeitstag sein Johanna Denke nur ich trage dein kleines Perlenhalsband in diesem Augenblick um meinen braunen Hals unter meinem Halstuch Ich habe es immer getragen seit dem Tage wo ich meinen einzigen Schatz verlor als Andenken an dich Wir wollen durch den Wald nach Hause gehen das wird der schattigste Weg sein Er fuhr in seinem Gedankengange fort ohne auf mich zu achten Johanna ich denke du hältst mich für einen Kerl ohne Religion aber mein Herz schwillt gerade jetzt von Dankbarkeit gegen den gütigen Gott Er sieht nicht wie Menschen sehen sondern viel klarer er urtheilt nicht wie Menschen urtheilen sondern viel weiser Ich hatte unrecht ich wollte meine unschuldige Blume beflecken ihre Reinheit mit Schuld belasten der Allmächtige entriß sie mir In meiner halsstarrigen Widersetzlichkeit verfluchte ich fast die Fügung anstatt mich ihr zu beugen Doch die göttliche Gerechtigkeit verfolgte ihren Weg das Mißgeschick drückte mich fast zu Boden ich war genöthigt durch das Thal der Schatten des Todes zu gehen Gottes Züchtigungen sind mächtig und eine traf und demüthigte mich auf immer Du weißt ich war stolz auf meine Stärke aber was ist sie jetzt wenn ich sie fremder Zeitung überlassen muß In der letzten Zeit Johanna erst in der letzten Zeit begann ich die Hand Gottes in meinem Unglück zu sehen und anzuerkennen ich empfand Reue und fühlte das Verlangen der Aussöhnung mit meinem Schöpfer Ich fing zuweilen an zu beten sehr kurze Gebete waren es aber sehr aufrichtig Erst vor einigen Tagen ja ich kann sie zählen es sind vier es war in der Nacht am letzten Montag befiel mich eine seltsame Stimmung an Stelle der Wuth und des Wahnsinns trat die Schwermuth an Stelle des Trotzes der Schmerz Lange schon war die Ueberzeugung in mir wach geworden da ich dich nirgends finden konnte müßtest du todt sein Spät an jenem Abend vielleicht zwischen elf und zwölf Uhr flehte ich ehe ich mich auf mein trostloses Lager zur Ruhe legte inbrünstig zu Gott wenn es ihm gefalle so möge er mich bald aus