wohin Ihr Herz gewendet ist und woran es hängt Das Interesse welches Sie hegen ist gegen das Gesetz und unheilig Schon längst hätten Sie es unterdrücken sollen und jetzt sollten Sie eigentlich erröthen darauf angespielt zu haben Sie denken an Herrn Rochester So war es ich gestand es durch mein Schweigen zu Wollen Sie Herrn Rochester aufsuchen Ich muß erfahren was aus ihm geworden ist Da bleibt mir nichts weiter übrig sagte er als Gott zu bitten daß Sie nicht auf einen Abweg gerathen möchten Ich glaubte in Ihnen eine der Auserwählten zu erkennen Aber Gott sieht nicht wie die Menschen sehen sein Wille geschehe Er öffnete die Pforte trat hinaus und ging in das Thal hinunter Bald war er mir aus dem Gesichte Als ich in das Wohnzimmer zurückkehrte fand ich Diana die am Fenster stand und sehr gedankenvoll aussah Sie legte ihre Hand auf meine Schulter und prüfte mein Gesicht Johanna sagte sie du bist jetzt stets aufgeregt und blaß Ich bin gewiß es geht etwas mit dir vor Sage mir was Saint John mit dir beabsichtigt Ich habe Euch seit einer halben Stunde vom Fenster aus beobachtet du mußt mir verzeihen daß ich spionire aber seit langer Zeit weiß ich nicht was ich denken soll Saint John ist ein ganz eigenthümlicher Mensch Sie hielt inne ich sprach auch nicht und bald fuhr sie fort Ich bin gewiß daß mein Bruder ganz besondere Absichten mit dir hat er hat dich längst durch eine Beachtung und ein Interesse ausgezeichnet wie er es nie für irgend eine andere Person gezeigt Zu welchem Zweck Ich wünschte er liebte dich ist es so Johanna Ich legte ihre kühle Hand auf meine heiße Stirn und sagte Nein Diana nicht im Geringsten Warum folgt er dir denn so mit den Augen warum ist er so häufig mit dir allein und hält dich beständig an seiner Seite Marie und ich sind zu dem Schlusse gekommen er wünsche dich zu heiraten So ist es er hat mich aufgefordert sein Weib zu werden Diana klatschte in die Hände Das ist es was wir dachten und hofften rief sie Und du wirst ihn heiraten Johanna nicht wahr Und dann wird er in England bleiben Weit entfernt Diana sein einziger Zweck bei diesem Vorschlage ist sich eine passende Gehilfin bei seinen Missionsgeschäften in Indien zu verschaffen Was er will du sollst nach Indien gehen Ja Unsinn rief sie Ich bin gewiß du würdest dort nicht drei Monate leben Du darfst unter keiner Bedingung gehen Du hast nicht eingewilligt nicht wahr Johanna Ich habe mich geweigert ihn zu heiraten Und hast dir folglich sein Mißfallen zugezogen sagte sie Gewiß ich fürchte er wird mir nimmer verzeihen doch erbot ich mich ihn als seine Schwester zu begleiten Das ist Wahnsinn Johanna Bedenke welche Aufgabe du übernähmst eine Aufgabe unablässiger Anstrengung die selbst die Starken aufreibt du aber bist zart und schwach Saint John du kennst ihn würde dich zu Unmöglichkeiten antreiben und unglücklicher Weise habe ich bemerkt daß du dich zwingst