und erwürgte mich fast Endlich erreichte ich die Höhe Ich sah Sie auf dem weißen Wege wie einen schwarzen Punkt der jeden Augenblick kleiner wurde Der Wind wehte so stark daß ich nicht stehen konnte Ich setzte mich auf den schmalen Mauerrand nieder und suchte das weinende Kind zum Schweigen zu bringen Sie bogen um eine Ecke des Weges ich beugte mich vor um Sie noch einmal zu sehen Da brach die Mauer zusammen das Kind entglitt meinen Armen ich verlor das Gleichgewicht fiel und erwachte Nun Johannna das ist doch Alles Bis jetzt ist es nur die Einleitung mein Herr die eigentliche Geschichte kommt noch Als ich erwachte wurden meine Augen von einem Lichtschimmer geblendet Ich dachte es sei schon Tag aber ich hatte mich geirrt es war nur das Licht einer Kerze Diese stand auf dem Toilettentische und die Thür des Schrankes worin ich vor dem Schlafengehen mein Hochzeitskleid und meinen Schleier aufgehängt hatte war offen Ich hörte ein Rascheln dort und glaubte es sei Sophie Was machen Sie da Sophie fragte ich Niemand antwortete aber eine Gestalt nahm das Licht hielt es in die Höhe und betrachtete die Kleider die an den Gestellen hingen Sophie Sophie rief ich wieder doch Alles war still Jetzt richtete ich mich im Bette auf und beugte mich vor Zuerst bemächtigte sich Erstaunen meiner dann Bestürzung und schließlich erstarrte mir das Blut fast in den Adern Herr Rochester es war nicht Sophie es war nicht Lea es war nicht Mistreß Fairfax nein es war auch nicht jenes seltsame Weib Gratia Poole Es muß doch eine von ihnen gewesen sein fiel mein Herr ein Nein Herr die Gestalt die vor mir stand war mir in Thornfield Hall noch nie vor Augen gekommen sie war mir gänzlich unbekannt Beschreibe sie mir Johanna Es schien ein großes und starkes Weib mit dichtem dunklem Haar welches lang über ihren Rücken niederhing Ich weiß nicht welche Kleidung sie an hatte aber sie war weiß und eng Sahst du ihr Gesicht Anfangs nicht denn sie wandte mir den Rücken zu aber dann nahm sie meinen Schleier von seinem Platze betrachtete ihn lange warf ihn über ihren Kopf und besah sich im Spiegel und dieser warf mir das Bild ihres Gesichts ganz deutlich zurück Und wie erschien es dir Furchtbar und gräßlich O Herr nie sah ich solch ein wildes Gesicht Ich wollte ich könnte das Rollen der rothen Augen und die fürchterlichen aufgedunsenen dunkeln Gesichtszüge vergessen Aber Geister sind doch gewöhnlich blaß Johanna Dieser Geist war aber blauroth die Lippen waren angeschwollen und dunkel die Stirn gefurcht die schwarzen Augenbrauen hoch über die blutunterlaufenen Augen hinaufgezogen Soll ich Ihnen sagen woran die Gestalt mich erinnerte Sage es An das scheußliche Gespenst an den Vampyr Ah Und was that es weiter Es nahm meinen Schleier von seinem gräßlichen Kopfe wieder herab zerriß ihn in zwei Stücke warf diese auf den Boden und trat mit den Füßen darauf Und dann Dann zog es den Fenstervorhang zurück und blickte hinaus Vielleicht