folgen aber noch war dieser unter dem Horizont Ich ging eine Weile auf dem gepflasterten Wege auf und ab Ein feiner mir wohlbekannter Geruch der einer Cigarre kam aus einem Fenster Ich sah das Fenster des Bibliothekzimmers ein wenig offen und da ich wußte daß ich von dort beobachtet werden könne so ging ich in den Garten Eine sehr hohe Mauer trennte ihn auf der einen Seite von dem Hofraume eine Hagebuchenhecke auf der anderen von dem Rasenplatze Im Hintergrunde grenzte ihn ein verfallener Zaun von den einsamen Feldern ab Ein gewundener Weg an welchem sich Lorbeerbäume hinzogen und der vor einem riesenhaften wilden Kastanien baum endigte an dessen Fuß ein Sitz angebracht war führte zu dem Zaune hinunter Hier konnte man ungesehen wandeln Während Stille herrschte und die Dämmerung zunahm war es mir als könnte ich ewig in solchem Schatten verweilen aber als ich durch die Blumenbeete am oberen Ende der Ein zäunung ging hielt mein Schritt an bezaubert von dem Lichte das der jetzt aufgehende Mond auf diese freie Stelle warf Was ist das für ein Duft der mir plötzlich auffällt Er rührt weder von einem Strauch noch von einer Blume her ich weiß es wohl es ist abermals Herrn Rochester 's Cigarre Ich sehe mich um und horche Keine Gestalt ist sicht bar kein nahender Schritt hörbar aber jener Duft nimmt zu Ich muß fliehen Ich eile zu dem Pförtchen welches zu dem Gewächshause führt und sehe Herrn Rochester eintreten Ich trete unter den Bogen den der Epheu bildet er wird nicht lange bleiben sondern zurückkehren woher er gekommen und wenn ich mich nicht bewege wird er mich gewiß nicht sehen Aber nein der Abend ist ihm ebenso an genehm wie mir Er schlendert umher hebt bald die Aeste der Stachelbeerstaude auf um die Früchte so groß wie Pflaumen anzusehen bald pflückt er eine reife Kirsche von der Mauer bald neigt er sich zu einer Gruppe von Blumen um ihren Duft einzu athmen oder die Thautropfen auf ihren Blättern zu bewundern Ein großer Nachtfalter summt an mir vorüber und läßt sich auf eine Pflanze zu Herrn Rochester 's Füßen nieder er beugt sich herab um ihn zu beobachten Jetzt hat er mir den Rücken zugewendet dachte ich wenn ich leise gehe kann ich ihm vielleicht unbemerkt entschlüpfen Ich betrat den Rasen damit mich das Knirschen der Kieselsteine nicht verrathen möchte Herr Rochester stand zwischen den Beeten nur einen oder zwei Schritte von der Stelle wo ich vorüber mußte Er schien sich mit dem Nachtfalter zu beschäftigen Ich werde gewiß unbemerkt vorüberkommen dachte ich Jetzt schritt ich über seinen Schatten hinweg der sich im Lichte des aufgegangenen Mondes weit über den Garten streckte Da sagte er ruhig und ohne sich umzuwenden Johanna kommen Sie und sehen Sie sich diesen Burschen an Ich hatte kein Geräusch gemacht er hatte doch auf dem Rücken keine Augen Konnte denn sein Schatten fühlen Ich stutzte anfangs und näherte mich ihm dann Sehen Sie nur seine Flügel sagte Herr Rochester er erinnert mich