Thieres oder Teufels in jener Nebenzelle horchen Aber seit Herrn Rochester's Besuch schien dort ein Zauber zu wirken denn die ganze Nacht hörte ich nur dreimal in langen Zwischen räumen ein Geräusch einen knarrenden Schritt eine kurze Wiederholung jener eigenthümlich knurrenden Laute und ein tiefes erschütterndes Stöhnen aus Men schenbrust Dann quälten mich meine eigenen Gedanken Welches Verbrechen barg dieses abgeschiedene Haus ohne von dem Besitzer gebannt werden zu können Welches Geheimnis war es das sich in tiefer Nacht bald in Feuer und bald in Blut zeigte Welche Art von Geschöpf war das welches Gesicht und Gestalt eines gewöhnlichen Weibes tragend bald die Töne eines spöttischen Dämons und bald die eines beutegierigen Raubvogels ausstieß Und dieser Mann hier über den ich mich neigte dieser harmlos scheinende Fremde wie war er in das geheimnisvolle Gewebe verwickelt worden Warum hatte sich die Furie auf ihn losgestürzt Warum suchte er zu so ungewöhnlicher Stunde diesen Theil des Hauses auf Ich hatte gehört wie Herr Rochester ihm unten ein Zimmer angewiesen was führte ihn denn hieher Fast ebenso räthselhaft erschien mir seine Unterwürfigkeit gegen Herrn Rochester wenn ich mir dessen Schreck vergegenwärtigte als er von Ma son 's Ankunft hörte Warum hatte der bloße Name dieses jetzt so fügsamen Gastes der kaum den Mund zu öffnen wagte weil ihm Herr Rochester Schweigen anbefohlen den letzteren noch vor wenigen Stunden niedergeschmettert wie der Bliz die starke Eiche trifft O Ich konnte seinen Blick und sein bleiches Gesicht nicht vergessen als er flüsterte Johanna ich habe einen Schlag erhalten einen furchtbaren Schlag Johanna Ich konnte nicht vergessen wie der Arm gezittert den er auf meine Schulter stützte es konnte keine geringfügige Sache sein die einen so entschlos senen Geist einen so kräftigen Körper derart zu er schüttern vermochte Wann wird er wiederkommen rief ich in meinem Innern aus als mein blutender Patient stöhnte und ohnmächtig wurde und weder der ersehnte Tag noch die erlösende Hilfe nahte Ich hatte wieder holt das Wasser zu Mason 's bleichen Lippen erhoben ich hatte ihm wiederholt das belebende flüchtige Salz vorgehalten meine Bemühungen schienen unwirksam Seine Kräfte schwanden schnell ob infolge seiner Ver wundung und des starken Blutverlustes allein oder ob sich hierzu noch eine schwere seelische Erschütterung gesellte wußte ich nicht Er stöhnte so tief er sah so schwach und erschöpft aus daß ich fürctete er werde sterben und ich durfte nicht einmal mit ihm reden Endlich brannte das Licht zu Ende und ging völlig aus Jetzt bemerkte ich einige graue Licht streifen am Rande des Fenstervorhanges der Morgen war also da Gleich darauf hörte ich Pilot unten auf dem Hofe in seiner Hütte bellen Neue Hoffnung belebte mich Auch wurde ich nicht enttäuscht denn nach fünf Minuten drehte sich der Schlüssel im Schloß die Thür ging auf und meine Wache war beendet Sie konnte nicht länger als zwei Stunden gewährt haben aber manche Woche war mir kürzer erschienen Herr Rochester trat ein und mit ihm der Wundarzt den er herbeigeholt Nun Carter gehen Sie rasch ans Werk sagte