mit allem Nachdruck bei diesen Worten einer jener herzenskalten Menschen die mit ihren eisigen Fragen tief ins Herz bohren können deren Zorn einer Lawine oder dem Eisgange eines Stromes gleichen Nein ich werde Sie nicht heiraten versetzte ich Ich bleibe fest bei meiner Weigerung Und weshalb weigern Sie sich Bisher tat ich 's weil Sie mich nicht liebten entgegnete ich Jetzt tu ich 's weil Sie mich beinah hassen Wenn ich Sie heirate würden Sie mich töten Ja darauf gehn Sie jetzt schon aus Seine Wangen und Lippen wurden totenbleich Sie töten Und ich ginge jetzt schon darauf aus So etwas sollte man nie sprechen am wenigsten als Weib Das deutet auf ein unseliges Gemüt Das verdient strenge Zurechtweisung Das wäre ganz unverzeihlich wenn es nicht Christenpflicht wäre seinem Mitmenschen zu verzeihen sei es auch siebenzig mal siebenmal Und nun werden Sie mich wirklich hassen versetzte ich Es wäre ganz nutzlos von mir noch eine Versöhnung anzustreben Ich habe Sie mir zum ewigen Feinde gemacht Mit diesen Worten tat ich ihm nur neues Unrecht und zwar ein um so schlimmeres als sie der Wahrheit nahekamen Seine blutlosen Lippen zitterten heftig Dennoch mißverstehen Sie mich setzte ich hinzu seine Hand erfassend Ich wollte Sie nicht verletzen wirklich nicht Er lächelte bitter und entzog mir schroff seine Hand Und nun nehmen Sie wohl auch Ihr Versprechen zurück antwortete er und gehn überhaupt nicht mit nach Indien Doch ich gehe mit aber nur als Ihre Mitarbeiterin Ich habe es Ihnen doch des langen und breiten auseinandergesetzt daß mir eine weibliche Mithilfe nicht genügt ich muß eine Gattin haben Doch scheinbar können Sie es nicht übers Herz bringen mit mir zu gehen Wenn Sie es dennoch ehrlich meinen so will ich mit einem mir bekannten Missionar sprechen dessen Frau eine Mitarbeiterin braucht Auf diese Weise erspare ich Ihnen die Schmach Ihr Versprechen zu brechen und der Aufgabe untreu zu werden zu der Sie sich verpflichtet haben Von Schmach ist hier gar keine Rede erwiderte ich Ebenso wenig von dem Bruch eines Versprechens oder von Untreue gegen eine Verpflichtung Ich habe mich gar nicht bestimmt verpflichtet nach Indien zu gehen mit Fremden überhaupt nicht Mit Ihnen zusammen hätte ich viel gewagt weil ich Ihnen vertraue Freilich weiß ich genau ich würde das indische Klima nicht lange vertragen Ah Sie fürchten für Ihre Person sprach er in spöttischem Allerdings Gott gab mir das Leben nicht daß ich es wegwerfe Jetzt beginne ich sogar zu glauben es wäre einem Selbstmord gleich zu erachten wenn ich täte was Sie von mit verlangen Ich kann vielleicht hier in England mich nützlicher betätigen Es gibt eine Frage an die ich schon lange mit qualvoller Hartnäckigkeit denken muß Ich kann keine Reise antreten ehe nicht dieser Zweifel von mir genommen ist Was Sie beschäftigt ist unheilig und gegen das Gesetzes Sie müßten erröten es auch nur zu erwähnen Sie denken an Herrn Rochester Ich muß erfahren was aus ihm geworden ist versetzte ich Nun so bleibt mir nichts zu tun als