ichs vermag die Idee das Gemälde sagen so tiefe Worte vor meinem Geiste eröffneten und doch ist es schwer das mit Worten auszudrücken was ich sagen will Ferndean ist wie Sie sehen in einem dichten Walde begraben wo jeder Laut verdumpft und ohne wieder zurückgeworfen zu werden erstirbt ‘’Wo sind Sie ’’ diese Worte schienen zwischen Bergen gesprochen zu sein denn ich hörte ein von Hügel zu Hügel fortgepflanztes Echo diese Worte wiederholen In jenem Augenblick schien der Wind meine Stirn kühler und frischer zu treffen es war mir fast als ob ich mit meiner Jane in irgend einer wilden einsamen Gegend zusammenträfe Geistig müssen wir ich glaube es miteinander zusammengetroffen sein Um jene Stunde lagen Sie wahrscheinlich im Schlafe wo Sie Nichts von sich wußten Jane vielleicht verließ ihre Seele ihre Behausung um die meine zu trösten denn diese Worte kamen von Ihnen — so wahr ich lebe ja sie kamen von Ihnen.’ Leser es war in der Nacht vom Montag um Mitternacht als auch ich die geheimnißvolle Stimme hörte dieß waren dieselben Worte womit ich geantwortet hatte Ich hörte die Erzählung des Herrn Rochester an gab aber meinerseits keine Enthüllung Dieses Zusammentreffen schien mir zu unerklärlich und zu hehr um zur Erörterung geeignet zu sein Wollte ich Etwas sagen so mußte meine Erzählung von der Art sein daß sie auf den Geist des Zuhörenden nothwendig einen tiefen Eindruck machte und dieser Geist der wegen seiner Leiden zum Trübsinn nur zu sehr geneigt war bedurfte der tiefern Schattierung des Übernaürlichen nicht Ich behielt daher diese Dinge bei mir und dachte in meinem Herzen darüber nach Sie können sich jetzt nicht wundern ’ fuhr mein Herr fort daß es als Sie in vergangener Nacht mir so unerwartet erschienen mir schwer wurde Sie für etwas Anderes als eine bloße Stimme und Erscheinung aus der Geisterwelt zu halten Ich glaubte es wäre Etwas was wieder in Schweigen und in Nichts sich auflösen würde wie das mitternächtliche Geflüster und das Bergecho einige Tage zuvor Jetzt danke ich Gott ich weiß daß dem nicht so ist Ja ich danke Gott ’ Er schob mich sanft von seinen Knien weg erhob sich entblößte ehrerbietig sein Haupt heftete seine ihrer Sehkraft beraubten Augen auf die Erde und blieb in stummer Anbetung stehen Nur die letzten Worte seines Gebets konnte ich hören Ich danke meinem Schöpfer daß er in seinem Gericht meiner in Gnade gedachte Ich flehe zu meinem Erlöser daß er mir Stärke verleihe von nun an ein reineres Leben zu führen ’ Dann streckte er seine Hand aus um sich führen zu lassen Ich ergriff diese theure Hand drückt sie einen Augenblick an meine Lippen und legte sie sodann um meinen Hals da ich so viel kleiner war als er so diente ich ihm zugleich zur Stütze und als Führerin Wir gingen in den Wald hinein und wandten uns heimwärts Achtunddreißigstes Kapitel Schluß Leser ich heirathete ihn Wir hatten eine stille Hochzeit er und ich sowie der Pfarrer und der Küster waren allein anwesend Als