meisten dieser Geschäfte selbst zu besorgen Wollen Sie diese Lehrerin sein ’ Er stellte die Frage etwas rasch an mich er schien halb und halb eine unwillige oder wenigstens stolze Zurückweisung des Anerbietens zu erwarten da er nicht alle meine Gedanken und Gefühle kannte obgleich er einige muthmaßte so konnte er nicht sagen wie ich den Vorschlag aufnehmen würde In Wahrheit war das Loos das er mir zuwies ein sehr bescheidenes — aber er bot mir doch etwas Sicheres und eine sichere Zufluchtsstätte war mir nothwendig es war mühsam untergeordnet — aber auf der andern Seite wenn verglichen mit dem einer Erzieherin in einem reichen Hause wieder unabhängig und die Furcht vor der Knechtschaft bei Fremden drang in meine Seele wie Eisen es war nicht unwürdig nicht geistig entehrend Ich entschloß mich daher sogleich dafür Ich danke Ihnen für den Vorschlag Herr Rivers und ich nehme denselben von Herzen gern an.’ Aber Sie verstehen mich doch ’ sagte er ‘Es ist eine Dorfschule Ihre Schülerinnen sind nur arme Mädchen Kinder von Taglöhnern im besten Falle Töchter von Pächtern Sticken Nähen Lesen Schreiben Rechnen das ist Alles was Sie zu lehren haben Was werden Sie da mit Ihren anderen Talenten anfangen Was mit dem größten Theile Ihres Geistes Ihren Gefühlen Ihren Liebhabereien ’ Sie aufbewahren bis ich sie brauche Sie werden nicht verrosten noch verfaulen.’ Sie wissen somit was Sie unternehmen ’ ‘Ja.’ Er lächelte jetzt und sein Lächeln war weder ein bitteres noch ein trauriges sondern wohlgefälliges und in hohem Grabe selbstzufriedenes Und wann werden Sie ihre Funktionen antreten ’ ‘Morgen werde ich in mein Haus gehen und schon die nächste Woche die Schule eröffnen wenn Sie Nichts dagegen haben.’ ‘Recht gut es sei also.’ Er stand auf und schritt durch 's Zimmer hin Mit einem Male stand er still und blickte mich wieder an Er schüttelte den Kopf Was ist es das Sie nicht billigen Herr Rivera ’ fragte ich Sie werden nicht lange in Morton bleiben Nein nein ’ Warum Weshalb sagen Sie das ’ Ich lese es in Ihrem Auge es ist keines von jenen welche die Einhaltung eines gleichmäßigen Ganges im Leben versprechen.’ ‘Ich bin nicht ehrgeizig.’ Er stutzte bei dem Worte ehrgeizig.’ Er fuhr also fort — Nein Wie kommen Sie auf den Ehrgeiz Wer ist ehrgeizig Ich weiß daß ich es bin aber wie haben Sie das herausgefunden ’ Ich sprach von mir allein.’ ‘Nun wenn Sie nicht ehrgeizig sind so sinn Sie ‘ Und er schwieg Was ’ Ich wollte sagen leidenschaftlich vielleicht aber hätten Sie das Wort mißverstanden und es mir übel genommen Ich meine menschliche Neigungen und Sympathien halten Sie in ihrem Banne Gewiß können Sie sich nicht lange damit begnügen Ihre Mußezeit einsam zuzubringen und Ihre Arbeitsstunden einer einförmigen jedes Antriebs ermangelnden Arbeit zu widmen ebenso wenig als ich ’ setzte er mit Nachdruck hinzu ‘hier in einem Sumpfe begraben von Bergen eingeschlossen leben kann unter Verhältnissen wo meiner Natur die mir Gott gegeben so Vieles zuwider ist und meine