noch in meinem Besitze mit allen seinen Erfordernissen und Mühen und seiner ganzen vielfachen Verantwortlichkeit Es mußte somit die Bürde getragen für das Bedürfniß gesorgt das Leiden erduldet die Verantwortlichkeit erfüllt werden Ich machte mich auf Wieder bei Whitcroß angelangt verfolgte ich einen Weg der von der jetzt brennenden und hochstehenden Sonne abführte Nach keinem andern Umstande mochte ich meine Wahl treffen Ich ging lange fort und als ich dachte es sei fast genug und ich könne mit gutem Gewissen der Mattigkeit nachgeben die mich beinahe überwältigte ich könne mit dieser übermäßigen Anstrengung einhalten und mich auf einen Stein setzend den ich in der Nähe sah mich ohne Widerstand der Apathie überlassen die mir Herz und Glieder lähmte — da hörte ich den Klang einer Glocke — einer Kirchenglocke Ich wendete mich nach der Richtung des zu meinen Ohren gedrungenen Klanges und da sah ich unter den romantischen Hügeln deren Wechsel und Aussehen ich seit einer Stunde zu bemerken aufgehört hatte einen Weiler mit einem Kirchthurm Das ganze Thal zu meiner Rechten war voller Waiden Kornfelder und Gehölze ein schimmernder Bach lief im Zickzack durch die mannigfaltigen Schattirungen von Grün durch das reifende Korn das düstere Waldland die hellen und sonnigen Wiesen hin Durch das Rollen von Rädern wurde meine Aufmerksamkeit wieder auf die Straße vor mir gelenkt und da sah ich einen schwer beladenen Wagen der mit Mühe den Hügel hinauf kam und nicht weit davon weg zwei Kühe mit den Hirten Menschliches Leben und menschliche Arbeit waren somit nahe Ich mußte mich weiter schleppen mußte zu leben suchen und des Tages Last und Mühe tragen wie die Uebrigen Etwa um zwei Uhr Nachmittags kam ich in das Dorf Am Ende der einzigen Straße desselben war ein kleiner Laden an dessen Fenster mehrere Brode lagen Ich sehnte mich nach einem dieser Brode Damit konnte ich vielleicht wieder einige Kraft erlangen bekam ich es nicht so war es schwer weiter zu kommen Der Wunsch einige Stärke und Kraft zu besitzen kehrte wiedec sobald ich mich wieder unter meinen Mitgeschöpfen befand Ich fühlte daß es entehrend sein würde auf der offenen Straße eines Dorfes vor Hunger ohnmächtig umzusinken Hatte ich Nichts bei mir was ich gegen eines dieser Brode tauschweise anbieten konnte Ich dachte nach Ich hatte ein kleines seidenes Halstuch und hatte meine Handschuhe Ich konnte nicht sagen wie Männer und Weiber in Fällen äußersten Hungers zu handeln pflegten Ich wußte nicht ob man einen dieser Gegenstände anzunehmen geneigt sein würde wahrscheinlich aber nahm man sie nicht an doch mußte ich es erst versuchen Ich trat in den Laden es befand sich eine Frau darin Als sie eine anständig gekleidete Person eine vornehme Dame wie sie vermuthete sah kam sie mir höflich entgegen Sie fragte mich womit sie mir dienen könne Die Scham bemächtigte sich meiner meine Zunge wollte die Bitte die ich bereit gehalten nicht aussprechen Ich wagte es nicht ihr die halb abgetragenen Handschuhe oder das Halstuch das gleichfalls nicht mehr neu war anzubieten überdieß fühlte ich daß