Unheil anrichteten Der alte Herr Rochester und Herr Rowland vereinigten sich um Herrn Edward in eine Lage zu bringen die er als eine peinliche ansah einzig und allein um sein Glück zu machen Welcher Art eigentlich diese Lage war habe ich nie genau erfahren aber sein Geist konnte nicht ertragen was er dabei zu leiden hatte Er ist nicht sehr versöhnlich und so brach er mit seiner Familie und hat nun seit vielen Jahren ein unslätes Leben geführt Ich denke nicht daß er sich in Thornfield je vierzehn Tage hinter einander angehalten hat seitdem er in Folge des Todes seines ohne Testament gestorbenen Bruders Herr des Stammgutes geworden ist und es ist in der That kein Wunder wenn er den alten Ort meidet Welche Ursache hat er aber ihn zu meiden Vielleicht hält er ihn für gar zu traurig für unheimlich Die Antwort war eine ausweichende ich hätte eine klarere gewünscht aber Mistreß Fairfax konnte entweder oder wellte mir nicht ausführlicher Auskunft über den Ursprung und die Beschaffenheit der Prüfungen die Herr Rochester durchgemacht geben Sie behauptete es seien dieselben für sie selbst ein Geheimniß und was sie wisse grüünde sich hauptsächlich nur auf Vermuthungen Augenscheinlich wünschte sie daß ich den Gegenstand ruhen lassen möchte was ich daher auch that Vierzehntes Kapitel Mehrere Tage lang sah ich nun von Herrn Rochester nur wenig In den Morgenstunden schien er viel zu thun zu haben und Nachmittags kamen Herren von Millcote oder aus der Nachbarschaft und blieben bis weilen bei ihm zu Tische Als sein verrenkter Fuß wieder so weit kurirt war daß er sein Pferd besteigen konnte ritt er viel aus wahrscheinlich um diese Besuche zu erwiedern da er gewöhnlich erst spät in der Nacht zurückkam Während dieser Zeit durfte selbst Adele nur selten vor ihm erscheinen und die ganze Bekanntschaft zwischen ihm und mir beschränkte sich auf eine zufällige Begegnung in der Vorhalle auf der Treppe oder in der Galerie da ging er bisweilen stolz und kalt an mir vorüber ohne mich auf andere Weise zu grüssen als durch ein leichtes fast unbemerkliches Nicken mit dem Kopfe oder durch einen kalten Blick bisweilen aber lächelte er und verneigte er sich mit der einem Cavalier zukommenden Höflichkeit Seine ungleiche Stimmung beleidigte mich aber nicht weil ich sah daß ich daran keine Schuld habe die Ebbe und Fluth hing von Ursachen ab mit denen ich durchaus in keiner Verbindung stand Eines Tags hatte er Gesellschaft zum Mittagessen und mir um meine Mappe bitten lassen ohne Zweifel um deren Inhalt zu zeigen Die Herren entfernten sich bald um zu einer öffentlichen Versammlung in Millcote zu gehen wie Mistreß Fairfax mir sagte da aber die Nacht naß und unfreundlich war so begleitete Herr Rochester sie nicht Bald nach ihrer Entfernung klingelte er es kam eine Botschaft des Inhalts daß ich mit Adelen hinunter kommen solle Ich bürstete Adelens Haar zurecht und putzte sie heraus und nachdem ich mich überzeugt hatte daß ich selbst auf meine gewöhnliche quäkerhafte Weise genutzt sei so daß es Nichts