der Himmel nicht so gewollt hat so können wir zusammen nur als Gatten abreisen Ueberlegen Sie und Ihr Verstand wird Ihnen alle Hindernisse zeigen die sich einem andern Wege entgegenstellen Mein Verstand sagte mir daß wir uns nicht liebten wie Gatten sich lieben müssen und daß also eine eheliche Verbindung zwischen uns eine Unmöglichkeit war Ohne diesen Gedanken auszusprechen beharrte ich auf meiner Weigerung Saint-John bestand seinerseits darauf daß wenn ich einmal entschlossen sei an seiner heiligen Mission Theil zu nehmen ich mich nicht an die Nebenbedingungen einer so erhabenen Pflicht einer so ruhmvollen Aufgabe stoßen dürfe Ich konnte das Werk nicht allein unternehmen ich bedurfte nothwendig einer Stütze und diese Stütze mußte ein Mann sein der nicht durch eine freiwillige und lösbare Uebereinkunft sondern durch Bande an mein Schicksal gefesselt war welche eben so dauerhaft sein mußten als das Leben selbst Auch er könne eine weniger bindende Verpflichtung nicht eingehen Dann suchen Sie eine Person erwiderte ich ihm die sich besser in ein solches Verhältniß zu schicken versteht und die auch Ihnen convenirt Sagen Sie meinen Plänen und meinem erhabenen Werke denn glauben Sie mir Jane ich komme bei dem Allem am Wenigsten in Betracht Nicht Sie will ich heirathen sondern die Missionnairin welche für immer meine Gefährtin werden soll Nun wohl als Missionnairin stelle ich Ihnen alle meine Fähigkeiten und alle meine Energie zur Verfügung Dies ist Alles was Sie brauchen ich gebe Ihnen von mir Alles was Sie brauchen Das Uebrige aber lassen Sie mir Das können Sie nicht und dürfen Sie nicht Mit Gott feilscht man nicht und in seinem Namen spreche ich Glauben Sie daß ein halbes Opfer seiner würdig sei glauben Sie daß man sich nur theilweise unter sein glorreiches Panier schaaren kann Nennen Sie es mit Gott feilschen wenn man ihm sein Leben und sein Herz weiht Und er soll es haben Saint-John er soll dieses Herz ganz haben Sie aber bedürfen desselben nicht Ich verhehle Ihnen nicht werthe Freundin daß in diesen letzten Worten und in dem Gedanken den sie ausdrückten etwas Spöttisches lag Bisher war Saint-John ein Geheimniß für mich und der Gegenstand meiner stillschweigenden Befürchtungen gewesen Ich hätte nicht sagen können wie viel Göttliches und wie viel Irdisches in diesem imposanten jungen Manne lag aber im Laufe des gegenwärtigen Gesprächs erleichterte mir so mache Entdeckung sie bis dahin unmöglich gewesene Prüfung Ich sah daß Saint-John nicht frei von Irrthümern war seine Härte sein Despotismus lag klar vor meinen Augen Und seine Unvollkommenheit beruhigte mein erstauntes Herz sie gab mir die Ueberzeugung welche meinem Widerstande bis jetzt fehlte daß ich mich einem Manne gegenüber befand der eben so gut irren konnte der aus den nämlichen Elementen gebildet war als ich und dem ich mich blindlings zu unterwerfen nicht verpflichtet war Das Sarkastische meiner letzten Worte war ihm keineswegs entgangen Er wunderte sich darüber wie über eine unerwartete Auflehnung und wollt durch einige ernste Worte einen Gegenstand beseitigen den er in unsrer Diskussion der Behandlung für unwürdig hielt Aber während er auf