Gegensatz zu dem Westlichen Himmel eine ungeheure schattige Masse bildeten »Ja mein Herr.« »Wem gehört das Haus « »Mr Rochester.« »Kennen Sie Mr Rochester « »Nein ich habe ihn niemals gesehen.« »Er wohnt also jetzt nicht dort « »Nein.« »Können Sie mir denn sagen wo er sich aufhält « »Nein das kann ich nicht.« »Natürlich sind Sie keine Dienerin im Herrenhause Sie sind –« er hielt inne und ließ die Augen über meine Kleidung schweifen welche wie gewöhnlich sehr einfach war ein schwarzer Merinomantel ein schwarzer Filzhut beides würde nicht im entferntesten elegant genug für eine Kammerjungfer gewesen sein Es ward ihm schwer zu entscheiden wer ich eigentlich sein könne Ich half ihm »Ich bin die Gouvernante.« »Ah die Gouvernante « wiederholte er »Der Teufel soll mich holen die hatte ich ganz vergessen Die Gouvernante Die Gouvernante « und wiederum unterwarf er meine Toilette einer eingehenden Prüfung Nach zwei Minuten erhob er sich von seinem Platze am Zaun sein Gesicht drückte den größten Schmerz aus als er versuchte eine Bewegung zu machen »Ich kann Sie nicht beauftragen Hilfe herbeizuholen « sagte er »aber Sie selbst können mir ein wenig helfen wenn Sie die Güte haben wollen.« »Ja mein Herr.« »Haben Sie nicht einen Regenschirm den ich als Stütze gebrauchen könnte « »Nein.« »Versuchen Sie den Zügel meines Pferdes zu fassen und es mir herzuführen Sie fürchten sich doch nicht « Wäre ich allein gewesen so würde ich mich gefürchtet haben ein Pferd zu berühren da mir jedoch geheißen wurde es zu thun war ich geneigt zu gehorchen Ich legte meinen Muff am Zaun nieder und näherte mich dem großen Pferde ich bemühte mich den Zügel zu fassen es war aber ein feuriges Tier und wollte mich seinem Kopfe nicht nahe kommen lassen all meine Versuche blieben erfolglos inzwischen fürchtete ich mich beinahe zu Tode vor seinen Vorderhufen mit denen es unaufhörlich ausschlug Der Fremde wartete und beobachtete einige Zeit endlich lachte er laut auf »Ich sehe schon « sagte er »der Berg will sich nicht zu Mahomet bringen lassen daher können Sie weiter nichts thun als Mahomet helfen daß er zum Berge gehe ich muß Sie bitten herzukommen.« Ich ging »Verzeihen Sie mir « fuhr er fort »die Notwendigkeit zwingt mich Sie mir nützlich zu machen.« Er legte eine schwere Hand auf meine Schulter und sich mit Nachdruck auf mich lehnend hinkte er bis zu seinem Pferde Als es ihm dann einmal gelungen war den Zügel zu fassen beherrschte er es sofort und schwang sich in den Sattel zwar schnitt er die entsetzlichsten Grimassen dabei denn der verrenkte Knöchel schmerzte heftig »Jetzt « sagte er und biß sich in die Unterlippe so daß das Blut hervorquoll »geben Sie mir meine Peitsche sie liegt dort unter der Hecke.« Ich suchte sie und fand sie »Ich danke Ihnen jetzt eilen Sie mit Ihrem Briefe nach Hay und dann kehren Sie so schnell wie möglich zurück.« Eine Berührung mit dem bespornten Absatz machte daß sein Pferd sich bäumte und dann davon sprengte der