der letzten Stunden gewöhnt hatten Als ich jedoch imstande war wieder zu sehen bot sich meinen Blicken ein gemütliches und angenehmes Bild dar Ein hübsches sauberes kleines Zimmer ein runder Tisch an einem lustig lodernden Kaminfeuer ein hochlehniger altmodischer Lehnstuhl in welchem die denkbar zierlichste ältere Dame saß Sie trug eine Witwenhaube ein schwarzes Seidenkleid und eine schneeweiße Muslinschürze gerade so wie ich mir Mrs Fairfax vorgestellt hatte nur weniger stattlich und viel milder und gütiger aussehend Sie war mit Stricken beschäftigt eine große Katze lag schnurrend zu ihren Füßen – kurzum nichts fehlte um das beau-idéal häuslichen Komforts zu vervollständigen Eine angenehmere Introduktion für eine neue Gouvernante ließ sich kaum denken keine Erhabenheit die überwältigte keine Herablassung die in Verlegenheit setzte Als ich eintrat erhob die alte Dame sich und kam mir schnell und freundlich entgegen »Wie geht es Ihnen meine Liebe Ich fürchte daß Sie eine sehr langweilige Fahrt gehabt haben John fährt so langsam es muß Ihnen aber kalt sein kommen Sie ans Feuer.« »Mrs Fairfax vermutlich « fragte ich »Die bin ich Bitte nehmen Sie Platz.« Sie führte mich zu ihrem eigenen Stuhl und dort begann sie mir meinen Shawl abzunehmen und meine Hutbänder zu lösen Ich bat sie sich meinetwegen nicht so viel Umstände zu machen »O das sind keine Umstände Ihre eigenen Hände müssen vor Kälte ja ganz erstarrt sein Leah bereite ein wenig heißen Negus und streiche ein paar Butterbrote hier sind die Schlüssel zur Speisekammer.« Bei diesen Worten zog sie ein hausfrauliches Bund Schlüssel aus ihrer Tasche und übergab es der Dienerin »Und jetzt rücken Sie näher an das Feuer « fuhr sie fort »Nicht wahr meine Liebe Sie haben Ihr Gepäck mitgebracht « »Ja wohl Madame.« »Ich werde dafür sorgen daß man es auf Ihr Zimmer trägt « sagte sie und trippelte geschäftig hinaus »Sie behandelt mich wie einen Gast « dachte ich »Solch einen Empfang habe ich wahrlich nicht erwartet ich sah nichts als Kälte und Steifheit voraus dies gleicht wenig den Erzählungen die ich von der Behandlung der Gouvernanten gehört habe – aber ich darf nicht zu früh jubeln.« Sie kehrte zurück mit ihren eigenen Händen räumte sie ihren Strickstrumpfapparat und mehre Bücher vom Tische um Platz für das Speisenbrett zu machen welches Leah jetzt brachte und dann reichte sie selbst mir die Erfrischungen Ich ward ein wenig verwirrt als ich mich in dieser Weise zum Gegenstand so zarter ungewohnter Aufmerksamkeiten gemacht sah und das noch obendrein von meiner Brotherrin da sie selbst aber garnicht zu finden schien daß sie etwas that was ihr nicht zukam hielt ich es für das Beste ihre Liebenswürdigkeit ruhig hinzunehmen »Werde ich das Vergnügen haben Miß Fairfax noch heute Abend zu sehen « fragte ich nachdem ich von dem genossen hatte was sie mir vorgesetzt »Was sagten Sie meine Liebe Ich bin ein wenig taub « entgegnete die gute Dame indem sie ihr Ohr meinem Munde näherte Deutlicher wiederholte ich die Frage »Miß Fairfax O Sie meinen Miß Varens Varens ist der Name