ausgerüstet hatte der bis an das Ende desselben ausreichen sollte – entschlossen jedoch daß dieses Ende für ihn Sieg bedeuten solle »Demut Jane ist der Grundpfeiler aller christlichen Tugenden « sagte er »du hast recht wenn du sagst du eignest dich nicht für die Arbeit Wer in der That taugte dazu Oder wer wenn er wahrhaft berufen war hielt sich dieses Berufs wirklich würdig Ich zum Beispiel bin nur Staub und Asche Mit dem Apostel Paulus nenne ich mich den größten aller Sünder Aber ich gestatte diesem Bewußtsein meiner eigenen Niedrigkeit nicht mich zu unterjochen oder mich einzuschüchtern Ich kenne meinen Führer ich weiß daß er ebenso gerecht wie allmächtig ist und wenn er ein schwaches Werkzeug erwählt hat um eine große Aufgabe zu vollbringen so wird er auch endlich die Unzulänglichkeit der Mittel ergänzen Denk wie ich Jane – vertraue gleich mir Ich verlange von dir daß du dich auf den Felsen der Jahrtausende stützest zweifle nicht daß er die Last deiner menschlichen Schwächen zu tragen vermag.« »Ich verstehe nichts von dem Leben eines Missionärs ich habe mich nie in die Arbeiten eines solchen vertieft.« »Darin kann ich dir trotz meiner Niedrigkeit Unterweisung geben von Stunde zu Stunde kann ich dir deine Aufgabe vorschreiben von Augenblick zu Augenblick dir weiterhelfen Und das würde ja nur im Anfang notwendig sein Bald würdest du ebenso stark und der Arbeit gewachsen sein wie ich selbst – denn ich kenne deine Kraft – und dann würdest du meiner Hilfe nicht mehr bedürfen.« »Aber meine Kraft für ein solches Unternehmen wo ist sie Ich bin mir derselben nicht bewußt Während Sie jetzt zu mir sprechen regt sich nichts in mir gar nichts Ich empfinde nichts – meine Pulse schlagen nicht höher – keine innere Stimme rät mir oder ermuntert mich O ich wollte daß ich Sie sehen lassen könnte wie meine Seele in diesem Augenblicke einem düsteren Gefängnis ähnlich ist auf dessen grauenvollem Boden nur eine qualvolle Furcht wurzelt – die Furcht von Ihnen zu einem Versuch überredet zu werden der niemals glücken kann « »Ich habe eine Antwort für dich – höre sie Seit unserer ersten Begegnung habe ich dich strenge beobachtet Zehn Monate hindurch habe ich dich zu meinem Studium gemacht Durch kleine unscheinbare Versuche habe ich dich erprobt – und was habe ich erfahren und gesehen Ich fand daß du in der Dorfschule eine Arbeit welche deinen Neigungen und Gewohnheiten zuwider war gut pünktlich und ehrlich verrichten konntest ich sah sogar daß du sie mit Geschick und Takt thatest während du herrschtest konntest du dir noch Herzen erobern In der Ruhe mit welcher du die Nachricht hinnahmst daß du plötzlich reich geworden erkannte ich ein Gemüt das frei von allem Laster – Geldsucht hatte keine Macht über dich In der entschlossenen Bereitwilligkeit mit welcher du deinen Reichtum in vier Teile teiltest nur den einen Teil für dich behaltend und die drei anderen den Forderungen einer ganz abstrakten Gerechtigkeit überlassend erkannte ich eine Seele in welcher die Flamme der Dankbarkeit und des