von Nußholz auf welcher zinnerne Teller in langen Reihen aufgestellt diese waren so blank daß der Glanz und der rote Schein eines Torffeuers sich in ihnen spiegelte Ich konnte eine Uhr sehen einen weißen Tisch von Tannenholz und einige Stühle Das Licht dessen Strahl mein Leuchtturm gewesen brannte auf dem Tische und bei seinem Schein strickte eine ältliche Frau die ein wenig rauh aber peinlich sauber aussah wie alles umher an einem Strumpfe Ich bemerkte diese Dinge nur flüchtig – es lag nichts außergewöhnliches in ihnen Am Herde saß eine Gruppe die mehr Interesse in Anspruch nahm wie sie sich meinem Auge so von rosigem Frieden und behaglicher Wärme umflossen darbot Zwei junge anmutige weibliche Wesen – Damen in jeder Beziehung – saßen die eine in einem Schaukelstuhl die andere auf einem niederen Schemel beide trugen tiefe Trauer in Crepp und Bombasin dies düstere Gewand ließ ihre zarten Nacken und schönen Gesichter ganz besonders hervortreten ein großer alter Vorstehhund hatte seinen Kopf auf den Schoß des einen Mädchens gelegt auf den Knieen der anderen lag eine schwarze Katze gebettet Welch ein seltsamer Aufenthalt war diese bescheidene Küche für solche Insassen Wer waren sie Unmöglich konnten sie die Töchter jener ältlichen Person am Tische sein denn diese sah aus wie eine Bäuerin und sie waren ganz Zartheit und Verfeinerung Nirgend hatte ich Gesichter gesehen welche den ihrigen glichen und doch wenn ich sie ansah war mir jeder einzelne Zug bekannt Ich kann sie nicht schön nennen – für dies Wort waren sie zu blaß und zu ernst Wie sie so dasaßen jede über ein Buch gebeugt sahen sie so gedankenvoll ja fast strenge aus Ein Leuchtertisch zwischen ihnen trug eine zweite Kerze und zwei große schwere Bücher zu welchen sie häufig ihre Zuflucht nahmen augenscheinlich verglichen sie sie mit den kleineren Bänden welche sie in Händen hielten wie Leute die ein Diktionär zu Rate ziehen daß es ihnen bei der Aufgabe des Übersetzens behilflich sei Dies Bild war so ruhig als seien alle Figuren nur Schatten und der hell erleuchtete Raum ein Bild so still war es daß ich die Asche durch den Rost fallen die Uhr in ihrem dunklen Winkel ticken hören konnte und ich bildete mir sogar ein daß ich das Klappern der Stricknadeln jener alten Frau vernehmen könne Als daher endlich eine Stimme diese seltsame Stille unterbrach war sie mir deutlich und hörbar genug »Hör doch Diana « sagte eine der emsigen Leserinnen »Franz und der alte Daniel sind bei Nachtzeit zusammen und Franz erzählt einen Traum aus dem er mit Entsetzen erwacht ist hör nur « Und mit leiser Stimme liest sie etwas wovon mir nicht ein einziges Wort verständlich war denn es war in einer mir unbekannten Sprache – weder französisch noch lateinisch Ob es griechisch oder deutsch vermochte ich nicht zu sagen »Das ist stark und kräftig « sagte sie als sie zu Ende war »es gefällt mir.« Das andere Mädchen welches den Kopf erhoben hatte um der Schwester zuzuhören wiederholte während sie in das