der hilft wenn menschliches Hoffen vergeblich scheint die Worte »Gott helfe mir « kamen fast unbewußt von meinen Lippen »Ich bin ein Thor « rief Mr Rochester plötzlich aus »Ich fahre fort ihr zu sagen daß ich nicht verheiratet bin und erkläre ihr nicht das Warum Ich vergesse daß sie nichts von dem Charakter jenes Weibes weiß noch von den Umständen welche meine unglückselige Verbindung mit ihr begleiteten O ich bin überzeugt daß Jane mit mir in meiner Ansicht übereinstimmen wird wenn sie alles weiß was ich weiß Leg jetzt deine Hand in die meine Jane daß ich wenigstens deine Berührung fühle daß ich weiß du bist mir nahe – und dann werde ich dir in wenigen Worten den wahren Stand der Dinge erklären Willst du mir zuhören « »Ja Sir stundenlang wenn Sie wollen.« »Ich begehre nur Minuten Jane hast du jemals gehört oder weißt du daß ich nicht der älteste Sohn meines Hauses war Daß ich einst einen Bruder hatte der älter war als ich « »Ich erinnere mich daß Mrs Fairfax es mir einmal erzählt hat.« »Und hast du auch gehört daß mein Vater ein geiziger habsüchtiger Mann war « »Ich dachte mir etwas derartiges.« »Und Jane da dies der Fall hatte er den Beschluß gefaßt Besitztum und Vermögen zusammenzuhalten er konnte den Gedanken nicht ertragen seine Güter teilen zu müssen und mir einen gerechten Anteil davon zu geben Er hatte beschlossen daß mein Bruder Roland alles bekommen solle Aber ebensowenig wollte er dulden daß einer seiner Söhne ein armer Mann sein solle Für mich sollte durch eine reiche Heirat gesorgt werden Er suchte mir beizeiten eine Gemahlin Mr Mason ein reicher Kaufmann und Plantagenbesitzer in Westindien war sein alter Freund Er hatte Erkundigungen eingezogen und in sichere Erfahrung gebracht daß seine Besitzungen groß und reich seien Dann hörte er auch daß Mr Mason einen Sohn und eine Tochter habe und von ihm selbst hatte er gehört daß er letzterer eine Mitgift von dreißigtausend Pfund Sterling zu geben bereit sei – das genügte Als ich die Universität verließ wurde ich nach Jamaika geschickt um eine Braut heimzuführen um die bereits für mich geworben war Mein Vater sagte nichts von ihrem Vermögen aber er sagte mir daß Miß Mason um ihrer Schönheit willen der Stolz von ganz Spanish town sei Und dies war keine Lüge Ich fand in ihr ein schönes Weib – im Stil von Blanche Ingram schlank dunkel majestätisch Ihre Familie wünschte mich festzuhalten weil ich einer guten Race entsprungen – und sie wünschte es ebenfalls Sie wurde mir in prachtvoller Toilette auf Gesellschaften vorgeführt Selten sah ich sie allein und fast niemals konnte ich mich mit ihr unter vier Augen unterhalten Sie schmeichelte mir und entfaltete all ihre Reize und Kenntnisse und Talente im reichlichsten Maße vor mir Alle die Männer in ihrem Kreise schienen sie zu bewundern und mich zu beneiden Ich war geblendet gereizt meine Sinne waren erregt und unwissend unerfahren jung wie ich war glaubte ich sie zu lieben Es giebt keine