Balsam zu spenden wo ich verwundet hatte nicht widerstehen konnte »Ich liebe Sie « sagte ich »mehr denn je Aber ich darf diese Empfindung nicht mehr zeigen mich ihr nicht mehr hingeben Und dies ist auch das letzte Mal daß ich ihr Worte verleihe.« »Das letzte Mal Jane Was glaubst du daß du mich täglich sehen und neben mir leben kannst und doch wenn du mich noch liebst kalt und fremd zu bleiben vermagst « »Nein Sir ich weiß bestimmt daß ich es nicht könnte Und deshalb sehe ich nur einen einzigen Ausweg Aber Sie werden wieder in Zorn geraten wenn ich ihn nenne.« »O nenne ihn nur Wenn ich tobe und wüte besitzest du die Kunst des Weinens.« »Mr Rochester – ich muß Sie verlassen.« »Auf wie lange Jane Für einige Minuten während du dein Haar ordnest das etwas in Unordnung gekommen ist Oder um dein Gesicht zu kühlen das fieberhaft glüht « »Ich muß Adele und Thornfield verlassen Ich muß mich von Ihnen für das ganze Leben trennen Ich muß ein neues Dasein unter fremdem Himmel zwischen fremden Gesichtern beginnen.« »Gewiß Ich sagte dir ja schon daß du es sollest Den wahnsinnigen Gedanken dich von mir trennen zu wollen berühre ich nicht weiter Du meinst daß du ein Teil von mir werden mußt Was das neue Dasein betrifft so hast du recht Du mußt dennoch mein Weib werden ich bin nicht verheiratet Du sollst Mrs Rochester werden sowohl dem Namen nach wie in der That Ich werde zu dir halten so lange du und ich leben Du wirst auf ein Besitztum gehen das ich im südlichen Frankreich besitze eine freundliche weiße Villa an dem Ufer des mittelländischen Meeres Dort sollst du ein glückliches beschütztes unschuldiges Leben führen Fürchte nicht daß ich dich zur Sünde verleiten könnte – daß ich dich nur zu meiner Geliebten machen will Weshalb schüttelst du den Kopf Jane du mußt Vernunft annehmen oder wahrhaftig – die Wut faßt mich von neuem.« Seine Stimme und seine Hand bebten seine Augen funkelten und dennoch wagte ich zu sprechen »Sir Ihre Gattin lebt das ist ein Faktum welches Sie heute morgen selbst zugestanden haben Wenn ich bei Ihnen lebte wie Sie es wünschen so würde ich nur Ihre Geliebte sein – etwas anderes zu sagen ist sophistisch – ist falsch.« »Jane ich bin kein sanftmütiger Mensch – das vergißt du Ich bin nicht von großer Geduld Ich bin nicht kalt und leidenschaftlos Aus Mitleid für mich und dich selbst lege deine Hand auf meinen Puls fühle wie er klopft und – hüte dich « Er schob den Ärmel vom Handgelenk zurück und hielt es mir hin aus seinem Gefühl und seinen Lippen war alles Blut gewichen er war aschfarben Ich fühlte mich unsagbar elend Es war grausam ihn durch einen Widerstand den er so verabscheute ferner zu reizen Ihm nachgeben – das war ebenfalls außer Frage Ich that was jeder Mensch instinktiv thut wenn er zum äußersten getrieben wird – ich blickte um Hilfe auf zu ihm