mit herrlicher Stimme gesungen wurde Die Worte lauteten Die treuste Lieb die je ein Herz Mit Allgewalt bewegt Das höchste Leid den größten Schmerz Hab ich um sie gehegt Mein Glück ihr Kommen war 's allein Ihr Scheiden meine Qual Und der Gedanke herbe Pein Sie bleibe fort einmal Es war ein Traum voll Seligkeit Von ihr geliebt zu sein Du schöner Traum wie weit wie weit Liegst du im Dämmerschein Denn dunkel war der weite Raum Der unser Leben trennt Und voll Gefahr und Not wie kaum Das Schiff im Sturm sie kennt Doch ich ich trotzte der Gefahr Ich stürmte dran vorbei Und nahm was drohend warnend war Als ob 's für mich nicht sei Denn hin durch Dunkelheit und Nacht Durch Wolken schwer und wild Strahlt mir in glänzend heller Pracht Ihr liebes süßes Bild Was kümmert mich nun Haß und Wut Was mein vergang'nes Leid Was kümmert mich der Rache Glut Sie komm – ich bin bereit Denn sie sie gab die weiße Hand Mir still vertrauensvoll Und flüstert daß ein heil'ges Band Uns bald vereinen soll Ein Kuß besiegelt daß sie sich Mir ganz zu eigen giebt In heiliger Freude juble ich Ich lieb und werd geliebt Er erhob sich und kam zu mir ich sah sein Gesicht entflammt sein reiches falkenähnliches Auge blitzte und Zärtlichkeit und Leidenschaft spiegelten sich in seinen Zügen Einen Augenblick sank mir der Mut – dann ermannte ich mich Ich wollte keine Liebesscene keine kühne Demonstration – und beides drohte mir in diesem Moment Eine Verteidigungswaffe mußte vorbereitet werden – ich wetzte meine Zunge Als er neben mir stand fragte ich strenge »Nun wen werden Sie denn jetzt heiraten « »Das ist eine seltsame Frage von den Lippen meines Lieblings Jane « »In der That Ich hielt sie für sehr natürlich und vor allen Dingen für sehr notwendig Sie sprachen davon daß Ihre zukünftige Gattin mit Ihnen sterben solle Was meinen Sie mit solch einer heidnischen Idee Ich habe durchaus nicht die Absicht mit Ihnen zu sterben – darauf können Sie sich verlassen.« »O alles was ich ersehne alles was ich erflehe ist daß es uns vergönnt sein möge miteinander zu leben Der Tod ist nicht da für ein Wesen wie du es bist.« »In der That ist er das Ich habe ebensogut das Recht zu sterben wenn meine Zeit kommt wie Sie aber ich will die Zeit abwarten und mich nicht wie eine indische Witwe mit meinem Gatten verbrennen lassen.« »Willst du mir jenen selbstsüchtigen Gedanken vergeben und mir deine Verzeihung durch einen versöhnenden Kuß beweisen « »Nein lieber nicht wenn es sein kann.« Hier hörte ich wie er mich »ein hartköpfiges kleines Ding« nannte und dann vernahm ich noch wie er in den Bart brummte »Jedes andere Weib wäre bis ins Mark erschüttert gewesen wenn sie solche Stanzen zu ihrem Ruhme hätte girren gehört.« Ich versicherte ihn daß ich von Natur sehr hartherzig sei – wie ein Feuerstein ungefähr – und daß er das nur zu oft empfinden