in diesem Augenblick in der Halle der Dienstboten befindet und darauf besteht bei den Herrschaften vorgelassen zu werden um ihnen wahrsagen zu dürfen Haben Sie Lust die Alte zu sehen « »Wahrhaftig Oberst « rief Lady Ingram aus »Sie hätten am Ende wohl Lust solche gemeine Betrügerin zu ermutigen Schicken Sie sie um jeden Preis augenblicklich fort « »Es ist mir nicht möglich sie zum Fortgehen zu bewegen Mylady « sagte der Diener »und die anderen Dienstleute haben es auch umsonst versucht Jetzt ist Mrs Fairfax bei ihr und bittet und fleht daß sie fortgehen möge sie hat aber einen Stuhl in der Ofenecke genommen und schwört daß sie um keinen Preis von dort aufsteht wenn man ihr nicht die Erlaubnis giebt hierher zu kommen.« »Was will sie denn hier « fragte Mrs Eshton »Sie will den Herrschaften wahrsagen sagt sie Mylady und sie schwört daß sie es thun will und muß.« »Wie sieht sie denn eigentlich aus « fragten die beiden Miß Eshton wie aus einem Munde »Ein gräßlich häßliches altes Geschöpf Miß beinahe so schwarz wie ein Rabe.« »Am Ende ist sie gar eine wirkliche Hexe « rief Frederick Lynn dazwischen »Auf jeden Fall müssen wir sie hereinlassen Zu interessant « »Allerdings « fiel ihm sein Bruder in die Rede »es wäre zu thöricht wenn man solch eine Gelegenheit sich zu amüsieren ungenützt vorübergehen lassen wollte.« »Was fällt euch denn eigentlich ein meine lieben Söhne « rief Lady Lynn entsetzt aus »In meiner Gegenwart dürfen solche ungehörige Dinge nicht vor sich gehen « stimmte die verwitwete Lady Ingram ihr bei »O ja Mama sie dürfen es und sie werden es « ertönte Blanche Ingrams hochmütige Stimme wahrend die junge Dame sich vom Piano her der Gesellschaft zuwandte bis zu diesem Augenblick hatte sie schweigsam dort gesessen und scheinbar ohne der Unterhaltung ihre Aufmerksamkeit zu schenken zwischen verschiedenen Notenblättern und Heften geblättert »Ich bin neugierig und möchte mir wahrsagen lassen Sam schicken Sie die Zigeunerschönheit also herauf.« »Aber Blanche mein Liebling bedenke doch –« »Das thue ich Ich bedenke alles was zu bedenken ist Und ich muß meinen Willen haben Also beeilen Sie sich Sam Schnell schnell »Ja – ja – ja « rief die ganze junge Welt sowohl die Damen wie die Herren »Sie muß heraufkommen Das wird ein köstliches Vergnügen werden « Der Diener zögerte noch immer »Sie sieht so fürchterlich aus « sagte er endlich »Gehen Sie « rief Miß Ingram gebieterisch Und der Mann ging Augenblicklich bemächtigte sich die größte Aufregung der ganzen Gesellschaft Es entstand ein wahres Kreuzfeuer von Witz Spott und Scherz Da kehrte der Diener zögernd und ängstlich zurück »Sie will jetzt nicht mehr hereinkommen « sagte er »Sie sagt sie braucht nicht vor dem rohen Haufen – ja ja diese Worte hat sie gebraucht – zu erscheinen Ich habe ihr ein Zimmer anweisen müssen und wenn die Herrschaften sie um die Zukunft befragen wollen sollen Sie einzeln zu ihr kommen.« »Du siehst also meine königliche Blanche wie anmaßend das Weib wird