dem Hause herauszuhissen Meine gute Mama dort sobald sie einen Wink von der Geschichte bekommen hatte fand bald heraus daß die Sache eine unmoralische Tendenz hatte Nicht wahr meine süße Lady-Mutter « »Gewiß meine Beste Und ich hatte auch recht Verlassen Sie sich darauf Es giebt tausend Gründe weshalb eine Liaison zwischen der Gouvernante und dem Hofmeister in einem wohlgeregelten Haushalte nicht geduldet werden sollte erstens also –« »Um der Barmherzigkeit willen Mama Verschone uns mit dem Herzählen der Gründe Du reste wir kennen sie ja alle die Gefahr des schlechten Beispiels für die Unschuld der Jugend Zerstreuung und darauf folgende Vernachlässigung der Pflichten seitens der Verliebten – gegenseitiges Bündnis und Unterstützung daraus entspringende Sicherheit – in Begleitung von Frechheit – Empörung Meuterei und allgemeiner Krach Habe ich nicht recht Baronin Ingram von Ingram-Park « »Meine reine Lilie du hast auch jetzt recht wie immer.« »Verlieren wir also kein Wort mehr darüber Sprechen wir von etwas anderem.« Amy Eshton die dieses Diktum nicht gehört oder nicht beachtet hatte fiel in ihrem sanften kindlichen Tone ein »Louisa und ich pflegten unsere Gouvernante auch zu quälen aber sie war ein so liebes gutes Wesen sie ertrug alles nichts konnte ihre gute Laune stören Sie war niemals böse mit uns nicht wahr Louisa Niemals.« »Nein niemals wir konnten thun was wir wollten ihren Nähtisch und ihr Schreibpult durchstöbern und ihre Schiebladen umkramen und das unterste nach oben kehren und sie war immer gutmütig sie gab uns alles was wir verlangten.« »Ich vermute « sagte Miß Ingram indem sie die Lippen sarkastisch verzog »daß wir jetzt einen Auszug aus den Memoiren aller lebenden und gewesenen Gouvernanten zu hören bekommen Um einer solchen Heimsuchung zu entgehen bringe ich noch einmal wieder die Besprechung eines neuen Themas in Anregung Mr Rochester stimmen Sie meinem Vorschlage bei « »Madam ich unterstütze Sie in dieser Hinsicht wie in jeder anderen.« »Dann möge mir also gestattet sein damit zu beginnen Signor Eduardo sind Sie heute Abend bei Stimme « »Donna Bianca wenn Sie befehlen werde ich es sein.« »Dann Signor hört also meinen königlichen Befehl Eure Lungen und anderen vokalen Organe herauszuputzen da sie in meinem königlichen Dienste gebraucht werden.« »Wer möchte nicht der Rizzio einer solchen göttlichen Maria sein « »Was soll mir Rizzio « rief sie den Kopf in den Nacken werfend so daß alle Locken flatterten als sie ans Klavier ging »Meine Meinung ist daß der Fiedler David ein alberner Geselle gewesen sein muß Mir gefällt Bothwell besser Ich liebe keinen Mann der nicht ein wenig vom Teufel in sich hat und die Geschichte mag von James Hepburn sagen was sie will – ich bilde mir ein daß er gerade der wilde trotzige Banditenheld war den ich zu heiraten eingewilligt haben würde.« »Meine Herren Sie hören Wer von Ihnen hat am meisten Ähnlichkeit mit Bothwell « rief Mr Rochester »Ich möchte fast glauben daß Sie diesen Vorzug genießen « antwortete Oberst Dent »Bei meiner Ehre ich bin Ihnen sehr verbunden « lautete die Antwort Miß Ingram