gering bin fuhr er fort kann ich Ihnen auch nur einen ärmlichen und geringfügigen Dienstplatz verschaffen Vielleicht werden Sie ihn für einen Ihrer Person und Ihrer Kenntnisse unwürdigen Posten halten denn so viel ich gesehen gehören Sie Ihren Gewohnheiten nach der guten Gesellschaft an allein ich bin der Meinung daß keine Beschäftigung herabwürdigt die dazu dient unsere Mitmenschen zu bessern daß die Ehre desto größer ist je rauher der Boden den der christliche Ackersmann zu bebauen bekommt je geringer die Frucht seiner mühsamen Arbeit Er erscheint unter solchen Verhältnissen als ein Vorkämpfer des Glaubens und die ersten Vorkämpfer des Evangeliums waren die Apostel und ihr Anführer Jesus Christus unser Heiland Er sah mich eine Weile forschend an als wollte er in meinem Gesichte lesen Ich denke Sie werden den Posten annehmen den ich Ihnen anbieten will und auch eine Zeit lang auf demselben ausharren Für immer möchte er Ihnen wohl ebenso wenig genügen als mir das bescheidene verborgene Amt eines Landgeistlichen für die Dauer anstehen kann denn Ihrem Gemüthe ist gleich dem meinen ein Zusatz beigemischt der Sie so wenig wie mich den inneren Frieden erlangen läßt wiewohl der Grund ein ganz verschiedener ist Sprechen Sie deutlicher drang ich in ihn als er abermals innehielt Das will ich und Sie sollen sehen wie ärmlich wie alltäglich wie anstrengend die Beschäftigung ist die ich Ihnen zugedacht Nun mein Vater todt ist und ich mein eigener Herr bin bleibe ich nicht mehr lange in Morton und verlasse diesen Ort wahrscheinlich schon im Verlaufe dieses Jahres allein so lange ich hier bleibe will ich alles Mögliche aufbieten um die nöthigen Verbesserungen in meiner Gemeinde einzuführen Als ich vor zwei Jahren nach Morton kam hatte das Dorf noch keine Schule und die Kinder der Armen waren von jeder Aussicht auf Unterricht ausgeschlossen Ich errichtete sofort eine Knabenschule und beabsichtige nun auch eine Mädchenschule zu gründen Ein Gebäude sowie ein kleines Häuschen mit zwei Stuben für die Lehrerin habe ich bereits zu diesem Zwecke gemiethet Die letztere erhält dreißig Pfund jährlich und findet ihre Wohnung durch die Güte einer jungen Dame Miß Oliver die Tochter des einzigen reichen Mannes in meiner Gemeinde des Eigenthümers einer Nadelfabrik und Eisengießerei zwar sehr einfach doch anständig eingerichtet Dieselbe Dame zahlt auch für den Unterricht und die Kleidung eines Waisenmädchens aus dem Armenhause wofür dieselbe der Lehrerin in Arbeiten zur Seite stehen soll welche die Erstere aus Mangel anZeit nicht selbst verrichten kann Wollen Sie die Stelle der Lehrerin annehmen Er brachte die letzten Worte nicht ohne einige Befangenheit heraus als erwarte er halb und halb seinen Antrag mit Unwillen und mit Verachtung zurückgewiesen zu sehen Die angebotene Stelle war eine mehr als bescheidene aber sie gewährte mir einen sicheren Zufluchtsort sie war mit großer Anstrengung verbunden allein sie hatte im Vergleiche mit dem Posten einer Erzieherin in einem großen Hause den Vortheil der Unabhängigkeit für sich Die Furcht vor der Dienstbarkeit in einer fremden Familie entschied mich für die Annahme Ich nehme Ihr Anerbieten mit Dank und vom