aus die durch die Mittheilung außerordentlicher Nachrichten aus ihrer gewohnten Fassung gebracht wurde Meiner ansichtig werdend schien sie zu erwachen sie bemühte sich zu lächeln und mir mit einigen Worten Glück zu wünschen allein ihr Lächeln erstarb zur Hälfte und ihre begonnene Rede blieb unvollendet Sie setzte ihre Augengläser wieder auf schlug die Bibel zu und schob ihren Stuhl vom Tische zurück Ich bin so verwundert begann sie daß ich kaum weiß was ich Ihnen sagen soll Miß Eyre Ich habe doch nicht geträumt was glauben Sie Zuweilen wenn ich allein sitze schlafe ich ein und träume dann von allerhand Sachen Mehr als einmal schien es mir in meinem Schlummer als träte mein guter Mann der nun fünfzehn Jahre todt ist hier in die Stube setzte sich zu mir und rief mich bei meinem Namen Alice wie er es zu thun pflegte Nun bitte ich Sie sagen Sie mir einmal ist es wirklich wahr daß Mister Rochester um Ihre Hand angehalten hat Lachen Sie mich nicht aus allein ich glaubte steif und fest er wäre vor fünf Minuten bei mir gewesen und hätte mir eröffnet Sie würden in vier Wochen seine Frau Mir sagte er dasselbe erwiderte ich Gewiß Glauben Sie es Haben Sie eingewilligt Ja Sie sah mich ganz verwirrt an Ich kann mir es gar nicht denken Er ist so stolz wie es alle Rochester waren und sein Vater war noch dazu geldsüchtig Auch er steht im Rufe eines sparsamen Herrn Er will Sie also heiraten So versichert er mir Sie sah mich vom Kopfe bis zum Fuße an In ihren Augen las ich daß sie keine Reize entdecken konnte die mächtig genug gewesen wären das räthselhafte Ereigniß glaubwürdig erscheinen zu lassen Das geht über meinen Verstand fuhr sie fort Allein es muß ohne Zweifel wahr sein da Sie es sagen Wie die Sache ausfällt weiß ich nicht Gleichheit der gesellschaftlichen Stellung und des Vermögens ist in solchen Fällen wohl zu beachten und zudem liegen zwanzig Jahre zwischen seinem und Ihrem Alter Er könnte ebenso gut Ihr Vater sein O gewiß nicht Mistreß Fairfax rief ich halb ärgerlich er sieht ganz und gar nicht wie mein Vater aus Niemand der uns zusammen sieht wird sich so etwas einfallen lassen Mister Rochester sieht so jung aus und ist so jugendlich wie wenige Männer von fünfundzwanzig Jahren Und nimmt er Sie wirklich aus Liebe frug sie Ihre Kälte und Ihre Zweifeln verletzten mich so sehr daß mir Thränen in die Augen kamen Es thut mir leid Ihnen Schmerz zu verursachen fuhr die alte Dame fort allein Sie sind so jung und kennen die Männer so wenig daß ich Sie gerne zu einiger Vorsicht veranlassen möchte Ein altes Sprichwort sagt nicht alles was glänzt ist Gold und fast fürchte ich auch in dem gegenwärtigen Falle werde das Ergebniß ein für Sie und für mich unerwartetes sein Wieso Bin ich denn ein Scheusal sagte ich ist es denn so ganz unmöglich daß Mister Rochester für mich eine wahrhafte Zuneigung hat Keineswegs Sie