ein düsteres kräftiges starres Gepräge trug Ich sah es ohne Unterlaß vor mir als ich nach Hay kam und den Brief auf die Post trug es begleitete mich auf dem ganzen Heimwege als ich bergab schnellen Schrittes nach Hause ging Bei dem Stege angelangt hielt ich eine Minute an sah um mich und horchte ich dachte wieder den Hufschlag eines Pferdes zu hören und einen in einen Mantel gehüllten Reiter mit einem gespenstischen Neufoundländer zu sehen doch nur die Hecke und ein im Mondscheine gerade emporsteigender beschnittener Weidenbaum zeigten sich meinen Blicken nur der leise Hauch des Windes schlug an mein Ohr wie er eine Weile weiter durch die Bäume von Thornfield rauschte und als ich meine Augen nach dem letzteren Orte richtete erspähte ich ein Licht in einem der Frontezimmer des Herrenhauses ich erinnerte mich daß es spät sei und beschleunigte meine Schritte Nur mit Widerstreben kehrte ich nach Thornfield zurück die Schwelle der Hausthür überschreiten hieß für mich zum ewigen Stillstande zurückkehren Wenn ich die stille Halle durchwandelte die finstere Treppe erklomm in mein kleines Gemach trat und endlich die stille Mistreß Fairfax aufsuchte um mit ihr und nur mit ihr den langen Winterabend zuzubringen verdrängte ich da nicht mit einemmale die geringe Aufregung welche der Abendspaziergang in mir hervorgerufen hatte um mein Gemüth vom neuen in die endlosen Fesseln eines zu eintönigen zu stillen Daseins zu legen eines Daseins dessen Sicherheit und Bequemlichkeit ich nicht zu schätzen vermochte Wie gut hätte es mir damals gethan im Sturme eines unsicheren kämpfereichen Lebens hin und hergeschleudert und durch bittere schmerzliche Erfahrungen dahin gebracht zu werden mich von freien Stücken nach jener Ruhe zu sehnen inmitten welcher ich mich nun im Gegentheil so unglücklich fühlte Ebenso gut wie ein weiter Spaziergang einem Manne der des langen Sitzens im zu bequemen Armstuhle müde ist der Wunsch nach Bewegung war in meinen Verhältnissen wohl ebenso natürlich wie in den Verhältnissen dieses letzteren Ich zögerte am Gitterthore einzutreten ich zögerte den Grasplatz zu überschreiten ich ging am Steinpflaster vor und rückwärts die hölzernen Läden der Glasthür waren geschlossen ich konnte nicht hindurch sehen und Augen und Geist schienen vor dem finsteren Gebäude der düsteren mit lichtleeren Zellen gefüllten Höhle wie mir das Haus vorkam zurückzuschrecken und sich dem blauen wolkenlosen Horizont über meinem Haupte dem majestätisch durch das blaue Himmelsmeer ziehenden Monde zuzuwenden dessen Scheibe dem in seiner unergründlichen Tiefe und unermeßlichen Entfernung mitternächtig dunklen Zenith zusteuerte und die zitternden Sterne die seinem Laufe folgten machten auch mein Herz erzittern und meine Pulse schlagen wie meine Blicke an ihnen hafteten Kleine Zufälle geben uns dem irdischen Dasein wieder die Sanduhr der Vorhalle schlug das genügte ich ließ Mond und Sterne öffnete ein Seitenpförtchen und trat ins Haus Die Vorhalle war nicht finster wiewohl die Bronzelampe an der Decke noch nicht brannte eine warme helle Glut beschien sowohl die Halle als die unteren Stufen der eichenen Treppe Der rothe Lichtschein kam aus dem Speisesaale dessen Doppelthür offen stand und ein gemüthliches Feuer im Camine