gezwungenerweise wieder mit ihm zusammenkommen Während der Mahlzeit war er so ruhig und so ernst wie gewöhnlich Ich dachte er würde kaum mit mir sprechen und habe seine Heiratsgedanken ganz aufgegeben der weitere Verfolg zeigte mir daß ich mich in beiden Annahmen geirrt hatte Er redete mich in seiner üblichen Manier das heißt in derjenigen an die er mir gegenüber in letzterer Zeit beobachtet hatte er war ausgesucht höflich Ohne Zweifel hatte er um seinen Aerger über meine Auflehnung zu unterdrücken die Hilfe des heiligen Geistes in Anspruch genommen und war nun der Meinung er habe mir abermals vergeben Zur Abendandacht wählte er das einundzwanzigste Capitel der Offenbarungen und schloß Gott werde zu den Menschen herabkommen um ihre Thränen zu trocknen und sie von den Fesseln des Todes zu befreien und das Weinen und der Schmerz werde ein Ende haben nachdem alles Frühere vernichtet sein würde Und derjenige der übrig bleibt soll alles erben und ich werde sein Gott und er mein Sohn sein Aber die Furchtsamen und die Ungläubigen sollen ihren Antheil an dem brennenden Schwefelpfuhle haben welcher der zweite Tod ist In dem Gebete welches diesem Capitel folgte machte sich all seine Kraft all sein ernster Eifer Luft er schien mit Gott zu ringen und entschlossen zu siegen Er bat um Kraft für die Schwachen um Befreiung des Pilgers aus dem Irrsal um Erleuchtung derjenigen die den Lockungen der Welt und den fleischlichen Lüsten folgend von dem schmalenPfade abgewichen waren Nach der Abendandacht nahmen wir Abschied von ihm da er zeitlich am nächsten Morgen abzureisen gedachte Diana und Mary küßten ihn und entfernten sich wahrscheinlich in Folge eines erhaltenen Winkes ich reichte ihm die Hand und wünschte ihm glückliche Reise Ich danke Ihnen Jane Wie ich Ihnen schon einmal sagte komme ich in vierzehn Tagen von Cambridge zurück dieser Zeitraum bleibt Ihnen noch zu reiflicher Erwägung Wenn ich den Eingebungen menschlichen Stolzes folgte würde ich der Heirat mit keinem Worte mehr erwähnen aber ich folge bloß meinem Pflichtgefühle und habe mein Ziel Alles zur größeren Ehre Gottes zu thun auch ferner vor Augen Mein Meister mußte lange leiden und auch ich will alles gerne ertragen Ich kann Sie nicht als ein Gefäß des Zornes der Verderbniß überlassen bereuen beschließen Sie so lange es noch Zeit ist Bedenken Sie daß wir aufgefordert werden bei Tage zu arbeiten weil eine Nacht darauf folgt in der niemand arbeiten wird Gott gebe Ihnen Kraft den besseren Theil zu erwählen den Ihnen niemand nehmen kann Bei diesen letzten Worten legte er seine Hand auf mein Haupt Er hatte mit Ernst mit Milde gesprochen sein Blick war derjenige eines Hirten der sein verirrtes Schäflein zurückruft Alle begabten Männer seien sie nun gefühlvoll oder nicht seien sie blinde Eiferer Despoten oder ehrgeizige Ruhmesjäger haben vorausgesetzt daß sie aufrichtig sind ihre erhabenen Momente wo sie Andere bemeistern sich unterwerfen Ich fühlte nun eine so große Verehrung für St John daß mich dieselbe mit einemmale demjenigen Punkte zutrieb den ich so lange vermieden hatte Ich kam in