überließen Die Heimatluft der Aufenthalt im Vaterhause wirkten auf Diana und Mary wie ein die Lebensthätigkeiten erhöhendes Elixir sie schwatzten in Einem fort und ihr originelles witziges Geplauder hatte einen solchen Reiz für mich daß ich gar nicht daran dachte etwas anderes zu thun als Ihnen zuzuhören St John grollte uns zwar ob unserer Lebhaftigkeit nicht aber er wich uns aus blieb selten zu Hause und machte sich tagtäglich mit den Kranken und Armen seines großen Kirchsprengels zu schaffen Eines Morgens beim Frühstück frug ihn Diana mit einem ernsten Blick ob er seinen Plan noch nicht aufgegeben hätte Nein und ich werde es auch nun und nimmermehr thun gab er zur Antwort Und Rosamond Oliver bemerkte Mary in einem Tone als wären ihr diese Worte unwillkürlich entschlüpft St John hielt ein Buch in der Hand es war seine nichts weniger als artige Gewohnheit beim Essen zu lesen er schlug es zu und sah empor Rosamond Oliver sagte er wird nächstens Mister Granby einen der schätzbarsten Bürger von S den Enkel und Erben Sir Frederik Granby 's heiraten ihr Vater theilte mir diese Nachricht erst gestern mit Die beiden Schwester sah einander und dann mich an und endlich betrachteten wir ihn alle Drei er sah so ruhig und heiter aus wie ein Maimorgen Die Partie muß schnell zu Stande gekommen sein sagte Diana die jungen Leute können einander noch nicht sehr lange kennen gelernt haben Erst zwei Monate sie kamen im Dctober am Grafschaftsballe in S zusammen Aber wo es keine Hindernisse zu beseitigen giebt wie in dem vorliegenden Falle wo eine Verbindung unter allen Verhältnissen wünschenswerth erscheint da ist jeder Aufschub unnöthig Die Vermählung wird stattfinden sobald der Landsitz den Sir Frederik den Neuvermählten verschreiben will zu ihrer Aufnahme hergerichtet ist Das erstemal wo ich St John nach dieser Eröffnung allein fand fühlte ich mich versucht ihn zu fragen ob ihn dieses Ereigniß betrübe er schien aber des Mitgefühles so wenig zu bedürfen daß ich weit entfernt ihm Trost bieten zu wollen mich ordentlich der Erinnerung an das schämte was ich in dieser Sache bereits unternommen hatte Uebrigens hatte die Eiskruste der Zurückhaltung von neuem sein Gemüth überzogen und auch meine Aufrichtigkeit und Geradheit war zugefroren Er hielt sein Versprechen nicht mich gleich seinen Schwestern behandeln zu wollen seitdem ich als Blutsverwandte mit ihm unter Einem Dache lebte war der Abstand zwischen uns weit größer denn früher wo er mich bloß als die Lehrerin der Dorfschule kannte Ich konnte seine gegenwärtige Frostigkeit kaum begreifen Unter solchen Umständen war ich nicht wenig erstaunt als er plötzlich von seinem Lesepulte zu mir aufsah und sagte Sie sehen Jane daß die Schlacht geschlagen und der Sieg erfochten ist Sind Sie aber dessen gewiß sagte ich nach einer Pause daß Sie sich nicht in der Lage jener Sieger befinden denen ihre Erfolge zu theuer zu stehen kamen Wäre nicht vielleicht noch ein solcher Sieg Ihr Untergang Ich glaube nicht und wäre es auch der Fall es hätte nichts zu sagen denn ich werde wohl