singen Er meinte ich wäre eine launenhafte Hexe und er möchte es lieber ein anderesmal thun allein ich versicherte ihn gerade der jetzige Augenblick sei hierzu der passendste Gefällt Ihnen meine Stimme frug er Sehr erwiderte ich Ich liebte es nicht seine ohnedies leicht erregbare Eitelkeit zu kitzeln doch diesmal that ich es aus naheliegenden Gründen und um meine Absicht zu erreichen Sie müssen mich doch auf dem Piano begleiten Jane Ich will es versuchen Sir Ich begann zu spielen er schob mich aber sogleich beiseite und nannte mich eine kleine Pfuscherin Das wollte ich eben denn nachdem er mich entfernt hatte nahm er meinen Platz ein und spielte und sang Ich aber zog mich in eine Fensterbrüstung zurück und hörte ihn das nachstehende Lied zu einer sanften Melodie in Koll vortragen Die tiefste Liebe treu und fromm Wie sie nur Menschenherzen fühlen War es die meine Brust beklomm Und glühend flammend sie durchströmte Ihr Nahen war mir Wonnelust Ihr Scheiden schuf mir bitt 're Qnalen Und ängstlich hob sich meine Brust Hielt sie ein Ungefähr zurücke Dem Träumen jener Seligkeit Geliebt zu werden wie ich liebte Hab viele Nächte ich geweiht Mit heller Glut im tiefsten Herzen Doch fern unwegsam war der Pfad Der zwischen uns sich weit hin dehnte Und trügerisch wie ans Gestad Der Brandung wilde Wogen schlagen Unheimlich gleich des Räubers Schlucht In dunklen Waldesfinsternissen So lag des Mißgeschickes Wucht Gethürmet zwischen unsern Seelen Doch hab ich 's kühnen Sinn 's gewagt Mich konnt kein Hinderniß erschrecken Und stürmisch glutvoll unverzagt So jagte ich nach diesem Glücke Der Liebe Regenbogenlicht Stieg auf am dunklen Firmamente So Wunderbares sah ich nicht Als dieses Kindes Zauberwesen Nun scheinen durch die finst 're Nacht Der Lebe sanfte milde Strahlen Steigt auch ein Sturm herauf mit Macht Mich soll 's mit Schrecken nicht erfüllen In solchem süßen Augenblick Wenn ich in sel'ger Wonne schwelge Vergeß ich jedes Mißgeschick Das mich verwundend treffen könnte Mag übermüth'ger Feinde Macht Im Kampfe mich zu Boden werfen Mag finstrer Haß zur Wuth entfacht Mir unversöhnlich Feindschaft schwören Es legte ja die kleine Hand Die Liebste treugesinnt in meine Schlang so ein festes Liebesband Umkettend enger unsre Seelen Es schwört ihr Kuß ihr süßer Blick Mit Dir will leben ich und sterben Nun bist Du mein ersehntes Glück Zu lieben und geliebt zu werden Er stand auf und kam auf mich zu Sein Gesicht glühte sein Falkenauge blitzte und jeder seiner Züge drückte Zärtlichkeit und Leidenschaftlichkeit aus Ich erzitterte augenblicklich faßte mich jedoch bald wieder Ich wollte jedem verliebten Auftritte jeder leidenschaftlichen Erklärung ausweichen beiden sah ich mich ausgesetzt und eine Waffe mußte vorbereitet werden Ich spitzte meine Zunge und als er zu mir herantrat frug ich ihn etwas barsch wen er nun zu heiraten gedenke In der That eine sonderbare Frage im Munde meiner herzlieben Jane Ich halte dieselbe für sehr natürlich und nothwendig Sprachen Sie nicht davon Ihre künftige Frau müsse mit Ihnen sterben Was soll 's mit dieser heidnischen Idee Ich habe