ohne ein Wort zu verlieren in die Stube hinein die sie nach mir absperrte Ich hörte sie hinwegrauschen und bald nachdem sie abgegangen war muß ich in eine Art Ohnmacht gefallen sein denn Bewußtlosigkeit schloß diese Scene III Der Umstand auf den ich mich zunächst erinnere war mein Erwachen nachdem wie es mir vorkam lange Zeit der Alp auf mir lag und ein rother Schein hinter einem dicken dunklen Gitter meine Augen geblendet hatte Ich hörte Stimmen deren Ton mir ungewöhnlich hohl klang als hätte ihnen das Rauschen des Windes und des Wassers ihren Klang benommen Aufregung Unsicherheit und ein alles beherrschendes Gefühl der Angst verwirrte mir die Sinne Später wurde ich gewahr daß sich jemand mit mir beschäftigte mich in die Höhe hob und zum Sitzen brachte und zwar in weit zarterer Weise als man dies je mit mir gethan Ich legte meinen Kopf bald auf ein Kissen bald auf einen Arm und fühlte mich wohl Beiläufig fünf Minuten nachher lösten sich die Fesseln der Bewußtlosigkeit ich erkannte daß ich in meinem Bette lag und der rothe Glanz von dem Caminfeuer der Kinderstube herrührte Es war Nacht eine Kerze brannte auf dem Tische Bessie stand am Fuße des Bettes ein Becken in der Hand und ein Herr in einem Armstuhle nächst meinem Kopfkissen Sitzend beugte sich über mich Ein unaussprechliches Wohlsein die beruhigende Ueberzeugung von Schutz und Sicherheit bemächtigten sich meiner als ich einen Fremden an meiner Seite sah eine Person die nicht nach Gatesheadhall gehörte und zur Familie Reed in keiner Beziehung stand Meine Blicke von Bessie deren Gegenwart mir indessen lieber war als diejenige Abbot 's abwendend sah ich mir den Herrn genauer an Ich kannte ihn es war Mister Lloyd ein Apotheker den Mistreß Reed zeitweilig holen ließ wenn den Dienstboten etwas zustieß für sich und ihre Kinder nahm sie einen ordentlichen Arzt Nun wer bin ich denn fragte er mich Ich nannte seinen Namen und reichte ihm meine Hand Er nahm sie in die seinige und sagte freundlich lächelnd Es wird nach und nach schon besser werden Dann legte er mich zurecht und trug Bessie auf Acht zu geben damit ich in der Nacht nicht gestört würde Nachdem er noch einige weitere Verhaltungsvorschriften angegeben und versprochen hatte am nächsten Morgen wiederzukommen empfahl er sich Mit inniger Trauer sah ich ihn sich entfernen ich fühlte mich so sicher und so heimlich während er an meinem Bette saß und als er die Thür hinter sich zuzog schien sich die Stube zu verfinstern mein Herz stand still und tiefe Betrübniß erfüllte meine Seele Glauben Sie wohl daß Sie schlafen können Miß frug Bessie ungewöhnlich sanft Ich wagte es kaum zu antworten ich fürchtete ihre nächste Ansprache müßte rauh ausfallen Ich will sehen sagte ich Wollen Sie trinken oder vielleicht etwas essen Nein liebe Bessie ich danke Dann will ich zu Bette gehen denn es ist Mitternacht vorüber Sie mögen mich indessen nur rufen wenn Sie in der Nacht etwas wünschen Eine wunderbare Freundlichkeit das Ich faßte Muth eine