rief ich aus gerade wegen der Unartigkeit seiner Complimente von seiner Aufrichtigkeit überzeugt „ich Mr Rochester die in der Welt keinen andern Freund hat als Sie wenn Sie es überhaupt sind ich die keinen Schilling besitzt den Sie ihr nicht gegeben haben Bitte wenden Sie Ihr Gesicht nach dem Monde.“ „Warum “ „Weil ich Ihre Gedanken auf Ihrer Stirn lesen will.“ „In Gottes Namen Sie müßten sehr geschickt sein wenn Sie auf diesem abgegriffenen und zerknitterten Blatte etwas läsen So lesen Sie denn aber beeilen Sie sich denn ich leide Höllenqualen.“ Das Blut stieg in der That in sein Gesicht er war offenbar sehr aufgeregt man sah es an dem nervösen Zucken seiner Gesichtsmuskeln und an dem ungewöhnlichen Glanze seiner Augen „O Jane rief er nach einer kleinen Pause hören Sie auf mich zu quälen Ihre Augen diese treuen Spiegel Ihrer Seele haben einen Ausdruck der mir das Herz zerreißt.“ „Sie drücken nichts aus als eine innige Dankbarkeit und ich sehe nicht ein “ „Kein Wort mehr ich bitte Sie wenn Sie mir nicht sagen wollen daß Sie meine Hand annehmen.“ „Lieben Sie mich aufrichtig und wollen Sie mich ernstlich zur Gattin “ Ich habe es Ihnen gesagt Bedarf es noch eines Eides Nun wohl ich schwöre es Ihnen “ „So schwöre auch ich Ihnen daß ich Ihre Gattin werden will “ „Dann komm an mein Herz Jane meine Geliebte meine Braut und bald meine Gattin sei Du der gute Genius der mich durch 's Leben begleitet verdanke ich Dir doch eigentlich mein Leben da Du mich vom Feuertode errettetest das jene Entsetzliche “ „Welches Entsezliche “ fragte ich Es ist eine trübe Erinnerung die sich dann und wann meiner bemächtigt An Deiner Seite liebe Jane werden jene trüben Erinnerungen mich nicht mehr beunruhigen An Deiner Seite meine Jane hoffe ich das häusliche Glück zu erringen nach dem ich bis jetzt gestrebt habe ohne es zu finden Mache Du mich so glücklich wie ich Dich zu machen beabsichtige Mein ganzes Leben sei diesem Bestreben gewidmet “ Die Dunkelheit um uns her war inzwischen viel dichter geworden Der Mond konnte so früh noch nicht untergegangen sein und doch erkannte ich Rochesters Züge kaum Der große Baum unter dem wir saßen ächzte unter dem Drucke des Windes der das harte Laub der Lorbeerbäume bewegte Ein Gewitter war im Anzuge und schon fing es an zu regnen „Wir müssen in 's Haus gehen “ sagte Rochester denn das Wetter hat sich geändert Wie gern wäre ich bis zum Morgen bei Dir geblieben meine Jane “ „Und ich nicht minder “ dachte ich Vielleicht würde ich es laut gesagt haben aber ein greller Blitzstrahl zuckte aus den Wolken auf die meine Augen gerichtet waren Geblendet und erschrocken legte ich meinen Kopf an Rochesters Schulter Es begann in Strömen zu regnen Er zog mich die Allee entlang bis an das Haus aber noch ehe wir es erreichen konnten waren wir Beide ganz durchnäßt Während er mir auf der Hausflur meinen triefenden Shawl von den Schultern