ein außergewöhnliches Ansehen Die schwere bronzene Lampe die es zu erleuchten pflegte war noch nicht angezündet aber durch die weit geöffnete Thür des Speisesaales drang ein helles und rötliches Licht das von einem großen Steinkohlenfeuer im Kamin ausging Man sah die sorgfältig polirten Möbel und die scharlachrothen Vorhänge darin glänzen am Kamin sah ich einige Personen sitzen und fröhliche Stimmen schlugen an mein Ohr unter denen ich die meines Zöglings zu erkennen glaubte Aber die Thür wurde geschlossen ehe ich mir das meinen Augen so unvermuthet erschienene Bild hatte näher betrachten können Ich begab mich in das Zimmer der Mistreß Fairfax Das Feuer brannte aber wider alles Erwarten fand ich weder Licht noch die gute Dame selbst darin Dagegen lag mit halbgeschlossenen Augen und das knisternde Feuer im Kamin betrachtend vor diesem ein großer schwarz und weiß gefleckter langhaariger Hund ganz ähnlich dem Bytrash der mir noch im Kopfe umher spukte so ähnlich daß ich mich der Illusion völlig hingab „Pilot “ rief ich Der Hund stand auf und beroch mich Ich streichelte ihn und er schien für diese Freundschaftsbezeigung einer alten Bekannten erkenntlich zu sein Mir kam dies Alles wie ein Traum vor Ich schellte um Licht zu bestellen namentlich aber um mir die Anwesenheit dieses unerwarteten Besuches erklären zu lassen Leah das Kammermädchen trat sehr bald ein „Wem gehört dieser Hund “ fragte ich sie „Dem Herrn.“ „Welchem Herrn “ „Herrn Rochester er ist eben hier angekommen.“ „Wirklich Ist Mistreß Fairfax bei ihm “ „Mistreß Fairfax sowohl als auch Miß Adele sie sind im Speisesaale John ist nach einem Chirurgen geschickt worden da sich Mr Rochester den Fuß verrenkt hat.“ „Als er in der Nähe von Hay mit dem Pferde gestürzt ist nicht wahr “ „Ganz recht Mademoiselle das Pferd ist beim Hinabreiten der Anhöhe auf dem Eise ausgeglitten.“ „Es ist gut Ich möchte ein Licht haben.“ Ich ging in mein Zimmer hinauf um mich auszukleiden ohne mich weiter zu erkundigen Aber Mistreß Fairfax kam bald zu mir um mir die große Neuigkeit mitzutheilen welche das ganze Haus beschäftigte Wir gingen zusammen hinab um wie gewöhnlich den Thee einzunehmen Mr Rochester aber hatte sich schon zur Ruhe begeben Adele hingegen welche diesen Abend viel später als gewöhnlich zu Bett ging konnte nicht müde werden uns ihre Freude über die Ankunft ihres Freundes Mr Eduard Fairfax von Rochester“ an den Tag zu legen und es war ein Vergnügen ihre Vermuthungen über die Geschenke anzuhören die er ihr sicher mitbrachte Er hatte ihr in der That gesagt daß wenn sein Gepäck von Millcote ankäme sie eine Schachtel finden sollte deren Inhalt sie interessiren werde „Dies bedeutet “ sagte sie „daß auch ein Geschenk für Sie mit darin ist Mademoiselle Mr Rochester hat von Ihnen gesprochen mich gefragt wie meine Gouvernante heißt und ob sie nicht eine ziemlich kleine und blasse Person sei Ich habe ja geantwortet Denn nicht wahr es ist so Mademoiselle “ Der folgende Tag verfloß ganz wie gewöhnlich Mr Rochester mußte auf Verordnung des Arztes lange im