ist es nicht wieder eine Tante die Sie an ihr Sterbebett ladet Dann muß sie allein sterben denn Ihr Urlaub wird nun nicht mehr verlängert Edward Fairfax-Rochester Ich hatte gelächelt als ich die ersten Zeilen des Briefes las warum strömte mir jetzt plötzlich alles Blut zum Herzen und warumt zitterte das Papier in meinen Händen Wußte ich denn nicht daß Mr Rochester sich bald verheiraten würde auch ohne daß er es mir selbst gesagt Oh wenn es nur nicht diese Blanche Ingram wäre die ihn nicht glücklich machen konnte nicht glücklich machen würde Ich ging die Hände ringend im Zimmer auf und ab ich suchte mir Lady Ingrams Bild bis in seine kleinsten Züge in das Gedächtnis zurückzurufen ich war bestrebt auch nur irgend einen Charakterzug in ihr zu entdecken der glückverheißend für Mr Rochester war ich konnte nur Kälte Oberflächlichkeit Hochmut und noch vieles andere entdecken was mich mit Angst und Sorge erfüllte Oh wie hätte ich ihn lieben wollen wie Aber welcher Wahnsinn daran auch nur zu denken Was sollte nun aus mir werden Daß ich nicht in Thorufield bleiben konnte das fühlte ich sobald Mrs Rochester seine Schwelle überschritt mußte ich es verlassen Aber wo sollte ich hin Ich wollte sogleich eine Anzeige machen und eine neue Stelle suchen Da fiel mir plötzlich der Brief meines Onkels ein ihn hatte ich ganz vergessen war es denn nicht möglich daß er an der Heimatlosen der Verlorengeglaubten von der er nun Kunde erhalten haben mußte jetzt auch noch seine früheren Pläne auszuführen gedachte Ich öffnete auch dieses Schreiben Theures Kind das ich schon als tot beweint habe und das der Himmel mir nun zurückgegeben komm an mein Herz von dem man Dich so lange fern gehalten aus welchen Absichten vermag ich nicht zu begreifen Du mußt es sein deren Tod mir Mrs Reed gemeldet In dem Bilde das mir mein Freund Mason von Dir eutwirft stimmt jeder Zug mit demjenigen überein was ich nochvon meinem geliebten Bruder in der Erinnerung trage Der Himmel kann nicht so grausam sein daß er jetzt wieder alle meine Hoffnuungen zu Schandeü werden läßt Es war gewiß seine Füguung daß Mason nach Thornfieldhall kommen daß er Dich dort finden mußte Wenn Du es wirklich bist das einzige Kind meines theuren Bruders Bill so eile zu mir daß ich Dich noch von Angesicht zu Angesicht sehe so lange ich lebe Denn meine Tage find gezählt mein liebes Kind ich bin krank und schwach Dein Prinzipal wenn er irgend ein billig denkender Mann ist und Mason sagt daß er es ist kann es Dir nicht versagen Dich augenblicklich aus Deiner Stellung zu entlassen Am 1 Juni geht ein Schiff von Plymouth ab welches auf seinem Wege nach der Capstadt die direkte Route nachMadeira innehält auf diesem findest Du in der Frau eines Geschäftsfreundes Mrs Rivers die von einem Besuche bei ihren Verwandten in England hierher zurückkehrt eine würdige Dame die Dich auf der weiten Reise gern in ihren Schutz nehmen wird Mit dem Kapitän des Schiffes