Führerin noch weiter ging Nach dem Bleidach Wollen Sie die Aussicht nicht mit ansehen Gewiß sagte Jane und folgte der Dame eine äußerst schmale Treppe hinauf die auf den Boden des Hauses führte und von dort vermöge einer Leiter und durch eine Fallthür hindurch auf das Dach des Gebäudes Von hier bot sich ein überraschender Anblick für Jane 's Auge Wie eine Landkarte lag die Gegend ausgebreitet vor ihr der sammetartige Rasenteppich der große Park mit seinen breitästigen alten Bäumen der fernere Wald die stillen Berghügel in den Strahlen der milden Herbstsonne glänzend der Horizont von einem tiefblauen Himmel begrenzt das Dorf mit seinem Turm und seinen kleinen Häusern Alles war lieblich und reizend und machte einen unbeschreiblich friedlichen Eindruck Nachdem Jane eine geraume Zeit sich an diesem lieblichen Bilde geweidet stieg sie die Leiter und die enge Treppe wieder hinab während Mistreß Harleigh noch einige Augenblicke zurückblieb um die Fallthür zu schließen Jane durchschritt den langen Gang der die Vorderzimmer von den hinteren Zimmern des dritten Stockes trennte er war niedrig schmal und düster und nur an seinem äußersten Ende von einem kleinen Fenster spärlich erleuchtet Während sie so langsam dahinschritt schlug plötzlich ein deutliches seltsames grelles Lachen an ihr Ohr Jane blieb betroffen und erschrocken stehen und plötzlich verstummte das Lachen wieder dann begann es wieder lauter gellender durchdringender und ging zuletzt in ein wildes Geschrei über so daß das junge Mädchen unwillkürlich auf die nachkommende Mistreß Harleigh wartete Hörten Sie das entsetzliche Lachen Mistreß Harleigh fragte Jane Von wem mag dasselbe in diesen stillen Räumen herrühren Von einer der Dienerinnen wahrscheinlich antwortete sie vielleicht von Gratia Poole Haben Sie es jetzt wieder gehört Mistreß Ganz deutlich ich höre es sogar oft Gratia näht in einem dieser Zimmer zuweilen ist auch Lea bei ihr und Beide machen zusammen oft viel Geräusch und Lärmen Das Lachen wiederholte sich in leiserem Tone und endete mit einem dumpfen Gemurmel Gratia rief Mistreß Harleigh laut Eine der nächsten Thüren öffnete sich und heraus trat ein Frauenzimmer in der Tracht einer Dienerin das ungefähr O Jahre alt und von robuster und untersetzter Gestalt war Zu viel Lärm Gratia sprach Mistreß denke an Deine Befehle Ich werde Ruhe halten antwortete die Gerufene unterwürfig und verschwand wieder auch hörte man sie die Stubenthür verschließen Es ist eine Person fuhr Mistreß Harleigh fort die wir zum Ausbessern und Nähen haben und welche Lea in der Hausarbeit unterstützen muß Aber lassen wir Gratia jetzt bei Seite und sagen Sie mir wie Sie heute Morgen mit ihrer Schülerin ausgekommen sind O ganz gut Mistreß Sie hat kleine Eigenheiten aber ich denke dieselben werden sich alle noch ablegen lassen An gutem Willen fehlt es ihr nicht Als die beiden Damen das Parterre des Hauses wieder erreicht hatten kam ihnen Adele entgegengeeilt und rief Meine Damen es ist serviert ich habe großen Hunger In Mistreß Harleigh 's Zimmer fanden sie das Mittagsmahl bereit und speisten zu drei zusammen Im Laufe des Nachmittags unterrichtete Jane ihre Schülerin wieder und fand zu