beiden Ankömmlinge sprang Bessie zwischen diese und den großen Hund welcher ohne einen Angriff zu wagen plötzlich ruhig und schweifwedelnd stehen blieb So ist es brav Tyras sprach die Erzieherin ruhig zu dem schönen Tiere Tyras ist besser und vernünftiger wie Sie böser Mensch der für seine Grausamkeit die Peitsche verdiente Mama Mama schrie jetzt John Reed jammernd Bessie will mich hauen hilf mir liebe Mama Heftig klirrend flog ein Fensterflügel im Herrschaftsgebäude auf und eine zornige weibliche Stimme ließ die hastigen Worte vernehmen Bessie Bessie Was haben Sie schon wieder mit meinem lieben John daß Sie ihn schlagen wollen Mister John lügt Mistreß Reed sprach die Erzieherin ruhig aber mit bebender Stimme er hat mir mit der Peitsche gedroht und Tyras auf diese armen Leute hier gehetzt die Mister Reed sprechen wollen Da habe ich ihm die Peitsche genommen damit er kein Unrecht thue und dann von Mister Reed verdiente Strafe erhalte Komm zu mir lieber John ließ sich die Stimme von Neuem vernehmen ich werde mit Deinem Vater reden bekümmere Dich nicht um Bessie und diese Bettelleute Mit einigen zwischen den Lippen gemurmelten Worten die eine unheimliche Drohung enthielten sprang John eiligst nach dem Herrschaftshause und zu seiner Mama während die arme Frau leise flüsterte O ich Ärmste aus diesen beiden kalten Stimmen sprach kein Herz Hier liebe Miß wandte sie sich lauter an Bessie finde ich keinen Trost und keine Hülfe Ich will lieber meines Weges weiter ziehen ehe ich hier Unfrieden stifte und Ihnen für Ihre Güte gegen eine Ihnen völlig Unbekannte Unannehmlichkeiten bereite Ihr bleibt arme Frau sprach ihr Bessie freundlich zu und hielt sie zurück Wie hätte Mister Reed Recht mich zu schelten wenn er erführe daß ich eine Unglückliche und Verlassene ungetröstet an seines Hauses Thüre hätte vorüberziehen lassen Das kleine Mädchen klammerte sich angstvoll an ihre Mutter und bat mit leiser Stimme Bleibe liebe Mama bleibe ich kann nicht mehr gehen und mich hungert auch zu sehr Treten Sie doch ein Frau bat die Erzieherin Um Ihres Töchterchens willen das sogleich ein Glas Milch zu seiner Stärkung erhalten soll Halb gegen ihren Willen ließ sich die arme beinahe verzweifelnde Mutter in eine Stube führen in welcher sie fast auf einem Stuhle zusammenbrach aber sich doch noch so viel Kraft zu erhalten wußte um ihre Kleine auf ihren Schoß zu heben und recht fest gleich als wenn sie dieselbe zu verlieren fürchtete an ihr Herz zu pressen Sie schloß die Augen vor Erschöpfung und die Sinne schienen ihr zu schwinden während Bessie schleunig ein Glas Milch herbeiholte und es dem kleinen Mädchen vorhielt das in langen und durstigen Zügen seinen Hunger und Durst zu stillen versuchte Nun trinke Du liebe Mama bat das Kind freundlich Jane ist wieder wohl und kann jetzt weiter mit Dir gehen Trinke doch Mama die Milch schmeckt ja so gut so süß Nehmet Ihr jetzt auch etwas Milch zu Euch damit Ihr wenn Mister Reed zurückkommt so viel Kraft wieder gesammelt habt um ihm Euer Anliegen gefaßt vortragen