hat Sie gelehrt den Wind zu malen Unter dem Himmel da weht ein heftiger Sturm und ebenso hier über diesem Hügel Wo haben Sie Latmos gesehen denn das ist Latmos Da nehmen Sie die Zeichnungen weg ich hatte meine Mappe kaum zugebunden als er auf seine Uhr blickend mit einem Male sagte Es ist neun Uhr Wo denken Sie hin Fräulein Eyre daß Sie Adele so lange aufbleiben lassen Bringen Sie sie zu Bett Adele ging zu ihm hin um ihn zu küssen ehe sie das Zimmer verließ Er duldete diese ihre Liebkosung schien aber kaum mehr Vergnügen daran zu empfinden als Pilot empfunden haben würde oder vielleicht nicht einmal so viel Nun wünsche ich euch allen guten Abend sagte er mit einer Handbewegung nach der Tür hin zum Zeichen daß er unsere Gesellscaft nicht länger wünsche Frau Fairfax kramte ihr Strickzeug zusammen ich nahm meine Mappe wir verneigten uns gegen ihn erhielten dafür von ihm eine kalte Verbeugung und nahmen so Abschied von ihm Sie sagten Herr Rochester hätte keine besonderen Eigentümlichkeiten Frau Fairfax bemerkte ich als ich sie wieder in ihrem Zimmer antraf nachdem ich Adele zu Bette gebracht hatte Nun hat er denn welche ich glaube ja Er ist sehr launisch auch spricht er so ab gebrochen Das ist wahr Ohne Zweifel mag er Fremden so scheinen aber ich bin an seine Art schon so gewöhnt daß sie mir nicht mehr auffällt Und dann wenn er etwas Besonderes in seinem Temperamente hat so darf man ihm wohl etwas zu gute halten Warum Zum Teil weil es so seine Natur mit sich bringt und niemand kann ja dagegen etwas zum Teil quälen ihn gewiß auch trübe Gedanken Was für trübe Gedanken Familiensorgen zum Teil Aber er hat ja keine Familie Nicht mehr aber er hat doch eine gehaubt oder wenigstens Verwandte Erst vor wenigen Jahren hat er seinen älteren Bruder verloren Seinen älteren Bruder Ja Der gegenwärtige Herr Rochester ist noch nicht lange im Besitze des Vermögens es sind erst etwa neun Jahre Neun Jahre sind eine schöne Zeit Hatte er denn seinen Bruder so gern daß er wegen seines Todes immer noch untröstlich ist Nein vielleicht nicht Ich glaube es walteten zwischen ihnen einige Misverständnisse ob Herr Rowland Rochester war nicht ganz gerecht gegen Herrn Eduard und vielleicht nahm er seinen Vater gegen ihn ein Der alte Herr liebte das Geld gar sehr und wollte das Familiengut beisammen behalten Er mochte das Vermögen nicht durch Teilung verringern und doch sollte Herr Eduard auch reich sein um den Glanz des Familiennamens aufrecht zu erhalten und sobald er volljährig war wurden einige Schritte getan die nicht ganz ehrlich waren und viel Unheil anrichteten Der alte Herr Rochester und Herr Rowland vereinigten sich um Herrn Eduard in eine Lage zu bringen die er als eine peinliche ansah einzig und allein damit er sein Glück machen solle Welcher Art eigentlich diese Lage war habe ich nie genau erfahren aber sein Stolz konnte nicht ertragen was er dabei zu leiden hatte Er