vor langer Zeit miteinander Streit Auf seinen Rat setzte mein Vater den größten Teil seines Vermögens an eine Spekulation die ihn ruinierte Es fielen gegenseitige Beschuldigungen man trennte sich zornig um sich nicht mehr zu versöhnen Später machte mein Oheim bessere Geschäfte und es scheint er hat sich ein Vermögen von zwanzig tausend Pfund erworben Er war nie verheiratet und hatte keine nahen Verwandten als uns und ein junges Mädchen die mit ihm nicht näher verwandt ist als wir Mein Vater lebte stets der Hoffnung daß er seinen Irrtum wieder gut machen und uns sein Vermögen vermachen würde Dieser Brief benachrichtigt uns daß er jeden Penny der andern Ver wandten vermacht hat mit Ausnahme von dreißig Guineen welche unter St John Diana und Marie Rivers zum Ankaufe von drei Trauerringen verteilt werden sollen Natürlich hatte er ein Recht so zu handeln wie es ihm gefiel und doch fühlt man sich fir den Augenblick niedergedrückt wenn man solche Nachrichten bekommt Marie und ich würden uns mit je tausend Pfund für reich gehalten haben und für St John wäre eine solche Summe von Wert gewesen wegen des vielen Guten das er damit hätte tun können Nach dieser Erklärung sprach man nicht weiter von der Sache und weder Herr Rivers noch seine Schwestern erwähnten sie wieder Am folgenden Tage verließ ich Marsh-End um nach Morton zu gehen Den Tag darauf gingen Diana und Marie nach dem weitentfernten B ab Nach Verlauf einer Woche bezog Herr Rivers mit Hannah wieder das Pfarrhaus und so stand nun das alte Meierei Gebäude ganz verlassen Einunddreissigstes Kapitel Meine Heimat also als ich endlich eine solche fand ist eine Hütte Sie enthält ein kleines Zimmer mit übertünchten Wänden und einem Fußboden Darin sind vier unpolierte Stühle mit einem Tische eine Wanduhr ein Speiseschrank mit zwei oder drei Schüsseln und Tellern und ein Teeservice von Steingut Oben ist ein Zimmer von derselben Größe wie die Küche mit einem tannenen Bettgestell und einer Kommode klein zwar aber immer noch zu groß für meine spärliche Garde robe obgleich meine edelmütigen Freunde sie um einige nötige Stücke vermehrt haben Es ist Abend Ich habe die kleine Waise die mir als Haus mädchen an die Hand geht entlassen nachdem ich ihr eine Pomeranze geschenkt Ich sitze allein am Kamine Heute morgen ist die Dorfschule eröffnet worden Ich hatte zwanzig Schülerinnen Nur drei von ihnen können lesen keine aber shcreiben oder rechnen Etliche stricken und einige nähen ein wenig Sie sprechen den breitesten Dialekt im ganzen Distrikt Für den Augenblick haben wir einige Mühe einander zu verstehen Einige von ihnen sind unmanierlich roh unfügsam und un wissend andere dagegen artig und lernbegierig Es wird nun meine Pflicht sein die Keime des Guten überall wo solche bei meinen Schülerinnen vorhanden sind zu entwickeln Sicherlich werde ich in der Erfüllung dieser Pflicht einiges Glück finden Nicht viel Glück Aber doch so viel daß ich von einem Tage zum andern leben kann War ich während der Stunden die ich diesen Morgen und diesen Nachmittag in dem kahlen