kam irgend ein Hindernis war zwischen mich und ihn getreten ich streckte meine Hand aus um die dunkle Masse vor mir anzufühlen ich unterschied die rauhen Steine einer niedrigen Mauer Ich tastete mich weiter Abermals erglänzte ein weißlicher Gegen stand vor mir es war ein Pförtchen es drehte sich um seine Angeln als ich dagegenstieß Auf jeder Seite stand ein schwarzer Busch eine Stechpalme oder ein Eibenbaum Als ich durch das Pförtchen eintrat und an den Gesträuchen vorüberging zeigten sich meinem Auge die Umrisse eines Hauses Finsternis Hatten die Bewohner sich zur Ruhe begeben Ich fürchtete es Indem ich die Tür suchte kam ich um eine Ecke dort drang wieder der freundliche Schimmer aus der rautenartigen Scheibe eines kleinen Gitterfensterchens etwa einen Fuß über dem Boden hervor Das Fensterchen wurde noch kleiner durch den Efeu oder irgend eine andere Schlingpflanze deren Blätter dicht den Teil der Wand des Hauses umrankten Die Oeffnung war so geschützt und so enge daß man einen Vorhang oder einen Fensterladen als unnötig weg gelassen hatte und als ich mich bückte und das viele Laub werk das sich darüber hinzog wegschob konnte ich alles darinnen deutlich erkennen Ich sah ein Zimmer dessen sauber gescheuerte Dielen mit Sand bestreut waren einen Anrichtetisch von Nußbaumholz mit in Reihen aufgestellten zinnernen Schüsseln und Tellern die ein rotes Torffeuer widerstrahlten Ic konnte eine Uhr einen weißen tannenen Tisch sowie einige Stühle sehen Das Licht das mir als Leuchtturm gedient hatte brannte auf dem Tische und bei seinem Scheine strickte eine ältliche etwas rauh aussehende Frau die aber wie alles um sie her von untadelhafter Reinlichkeit war an einem Strumpfe Ich beobachtete dies alles nur obenhin es war ja nichts Besonderes Eine interessantere Gruppe erschien in der Nähe des Kamins sie saß ruhig inmitten des rosigen Friedens und der Wärme da die von demselben ausging Zwei graziöse junge Mädchen anscheinend Damen von Bildung und von Stand saßen da die eine auf einem niedern Schaukelstuhl die andere auf einer Art Schemel Beide waren in tiefe Trauer Krepp und Bombassin gekleidet was einen sonder baren Kontrast mit ihren sehr weißen Nacken und Gesichtern hervorrief Ein großer alter Wachtelhund ließ seinen schweren Kopf auf den Knien des einen Mädchena ruhen auf dem Schoße der andern lag eine schwarze Katze Ein sonderbarer Aufenthalt diese bescheidene Küche für solche Bewohner Wer waren sie wohl Sie konnten nicht die Töchter der Alten sein denn diese sah wie eine Bäuerin aus Nirgends hatte ich noch solche Gesichter gesehen wie die ihrigen und doch schien mir ein jeder ihrer Züge bekannt als ich sie ansah Ich kann sie nicht schön nennen dazu waren sie zu blaß und zu ernst Während jede von ihnen sich über ein Buch neigte sahen sie fast bis zur Strenge gedankenvoll aus Ein Pfeiler tischchen das zwischen ihnen stand enthielt ein zweites Licht und zwei dicke Bände worin sie häufig nachschlugen sie schienen sie mit den kleinen Büchern zu vergleichen die sie in den Händen hielten gerade wie Leute tun die sich in einem Wörterbuche