abermals den Moorgründen genähert und jetzt lagen nur noch einige Felder fast ebenso wild und unfruchtbar wie die Heide der man sie mit großer Mühe abgerungen zwischen mir und dem schwärzlichen Hügel Nun ich möchte lieber dort sterben als auf einer Straße oder einem vielbesuchten Wege dachte ich Es ist weit besser daß Krähen und Raben mir das Fleisch vom Leibe picken als daß ich in einem Armenhaufen sterbe und in einem Armengrabe vermodere Nach dem Hügel also wandte ich mich hin Ich erreichte ihn Ich brauchte jetzt nur noch ein Loch zu finden um mich dort zu verkriechen Allein der Boden sah gleichmäßig eben aus Er zeigte keinen Wechsel als in der Farbe sie war grün wo Binsen und Moos in den Sümpfen wuchsen und schwarz wo der trockene Boden bloß Heidekraut trug Obgleich es bereits dunkel wurde konnte ich diese Veränderungen doch noch be merken wenn auch nur als bloße Licht und Schattenwechsel denn die Farbe war mit dem Tageslicht dahingeschwunden Mein Auge irrte noch über die finstern Erhöhungen und an dem Moorrande hin der unter der wildesten Scenerie verschwand als an einer düsteren Stelle in weiter Entfernung zwischen den Sümpfen und Hügeln ein Licht sich zeigte Dies ist ein Irrlicht war mein erster Gedanke und ich erwartete daß es bald verschwinden würde Es brannte aber ruhig fort und mich weder zurück noch kam es mir näher So ist es denn ein Freudenfeuer das eben angezündet worden fragte ich mich Ich sah hin ob es sich ausbreiten würde aber nein so wie es nicht abnahm so wurde es auch nicht größer Es ist wohl ein Licht in einem Hause vermutete ich alsdann Wenn es aber auch ein solches ist so kann ich es doch nimmermehr erreichen Es ist viel zu weit weg und wäre es nur ein paar Schritte von mir was würde es helfen Ich sank nieder und legte mein Gesicht gegen den Boden So lag ich eine Weile ruhig da der Nachtwind fuhr über den Hügel und mich hin und erstarb stöhnend in der Ferne Der Regen fiel dicht und durch näßte mich bis auf die Haut Hätte ich doch nur vor Frost erstarren können die freundliche Er starrung des Todes so hätte es fort und fort herabgießen können ich hätte es nicht gefühlt aber mein noch lebender Körper schauerte heftig Bald stand ich wieder auf Das Licht führte mich quer über den Hügel durch einen weiten Sumpf hindurch über den man im Winter nicht hätte kommen können und der selbst jetzt mitten im Sommer kotig war und unter den Füßen zitterte Hier fiel ich zweimal zu Boden aber ich stand wieder auf und sammelte wieder meine Kräfte Dieses Licht war meine letzte Hoffnung ich mußte es erreichen Nachdem ich über den Sumpf gekommen war sah ich einen weißen Streifen über dem Moor Ich ging darauf zu es war ein Fußpfad er führte mich gerade auf das Licht zu das jetzt von einer kleinen Erhöhung unter einer Baumgruppe her vorstrahlte Mein Stern verschwand als ich näher