von dem Charakter jenes Weibes noch von den Umständen die meine Verbindung mit ihr begleitet haben O ich bin gewiß Jane wird mir beipflichten wenn sie alles weiß was ich weiß So lege doch nur deine Hand in die meinige Jane damit ich sowohl durch die Berührung als durch meine Augen den Beweis habe daß du mir nahe bist und ich will dir in wenigen Worten den wahren Sachverhalt mitteilen Kannst du mich anhören Stundenlang wenn Sie es wünschen Ich verlange nur wenige Minuten Jane weißt du daß ich nicht der älteste Sohn meines Hauses war daß ich einen älteren Bruder hatte Ich erinnere mich daß Frau Fairfax einmal davon gesprochen hat Nun Jane mein Vater war ein habsüchtiger harter Mann der Gedanke sein Gut zu teilen und mir ein schönes Erbteil zu hinterlassen dünkte ihm unerträglich Alles so beschloß er sollte meinem Bruder Russell zufallen Doch konnte er es ebensowenig übers Herz bringen daß ein Sohn von ihm ein armer Mann sein sollte Es mußte also durch eine gute Partie für mich gesorgt werden und dies tat er beizeiten Herr Mason ein westindischer Pflanzer und Großhändler war ein alter Bekannter von ihm Er war überzeugt daß der Mann einen ungeheuren Reichtum besitzen müsse und zog Erkundig ungen ein Herr Mason hatte wie er bald fand einen Sohn und eine Tochter zugleich erfuhr er daß er letzterer ein Vermögen von dreißigtausend Pfund Sterling geben könne und wolle Dies reichte hin Als ich die Universität verließ wurde ich nach Jamaica geschickt eine Braut zu heiraten um die man schon für mich geworben hatte Mein Vater sagte nichts von ihrem Gelde sondern bloß Fräulein Mason werde in ganz Spanish Town wegen ihrer Schönheit bewundert und das war keine Lüge Ich fand in ihr ein schönes Weib nach Art von Blanche Ingram groß brünett und majestätisch Ihre Familie wünschte mich festzuhalten weil ich aus einer guten Familie war und auch sie ließ es sich angelegen sein mich an sich zu fesseln Man zeigte sie mir in Gesellschaft in eleganter Toilette selten sah ich sie allein und sprach auch sehr wenig unter vier Augen mit ihr Sie schmeichelte mir und entfaltete verschwenderisch ihre Reize und Fertigkeiten um mir zu gefallen Alle Männer in ihrem Kreise schienen sie zu bewundern und mich zu beneiden Ich war geblendet geködert meine Sinne waren aufgeregt und da ich unerfahren unwissend und un bekannt mit der Welt war so glaubte ich ich liebte sie Es gibt keine noch so widersinnige Torheit zu der tolle Rivalität die Unbesonnenheit Gier und Blindheit der Jugend einen Mann nicht veranlassen kann Ihre Verwandten ermutigten mich Mitbewerber reizten mich an sie köderte mich und die Heirat war vollzogen fast ehe ich noch wußte wo ich war O ich habe wenn ich an jene Handlung denke keine Achtung vor mir selbst eine qualvolle innere Verachtung überwältigt mich Nie habe ich sie geliebt nie sie geachtet ich habe sie nicht ein mal gekannt Ich wußte nicht einmal ob sie eine einzige Tugend besitze ich hatte weder